Currywurst


Willkommen!

Zum Titel dieses Blogs ...

Als Jugendlicher fuhr ich einmal nachts mit einem Bus der ÖPNV und wunderte mich, warum der Fahrer so rast - man kennt ja sonst bei den Öffentlichen die Fortbewegung im Schneckentempo.
Nach vielen halsbrecherischen Kurven und vermutlich Todesangst bei den meisten (wenigen) Fahrgästen wurde die Intention des hektischen Busfahrers klar: Er hielt plötzlich an einer Imbiss-Bude und kaufte sich eine Currywurst, die er in der nun vorher herausgefahrenen Frei-Zeit genüsslich verspeisen konnte.
Wenn auch offen bleibt, wie sich dies mit den allgemeinen Beförderungsbedingungen vereinbaren lässt (versuche mal, als Fahrgast mit Currywurst in einen Bus einzusteigen), so ist es für mich
die Matapher für die Bewegungsabläufe in vielen Tanzfiguren geworden: Erst beeilen, und dann die Ruhe genießen (siehe Stichwort "Currywurst" in den Techniktipps)!

Jetzt viel Spaß beim Üben, für jeden sollte etwas Interessantes dabei sein ...

Hinweise:
1) Die in diesem Blog verwendeten Schrittbeschreibungen bilden keine vollständige Technik-Definition der Figuren, sondern haben immer nur die jeweils für das Thema nötige Detailschärfe.
2) Einträge mit "ZH" und dem Label "zuhause" sind Tipps mit wenig Platzbedarf, damit man auch während der Corona-Krise 2020 und ggf. später etwas zum Üben hat.
3) Einträge mit "TL" in der Überschrift und dem Label "TechnikDerWoche" sind Zusammenfassung zu realen Kurz-Unterrichtseinheiten, die ich im Rahmen von Mittwochsübungsabenden einer Berliner Tanzschule in Kreuzberg (geschlossen seit Ende 2018) gegeben hatte.

Benutzungstipp:
Die Labels an der rechten Seite kategorisieren die Einträge. Wenn ihr dort hinklickt, lassen sich viele Themen leichter finden.



TL 05.11.2014 Lgs.Walzer - Hover Telemark

Wir werden den Hover Telemark zur Promenadenposition üben, es gibt ihn auch ohne, aber dann ist er wesentlich weniger wirkungsvoll.

Vorübungen

HERR
V1) Stehe mit der Front diagonal zur Wand und hebe mit geschlossenen Füßen, wobei du den Oberkörper ein knappes 1/8 nach rechts zur Promenadenposition drehst.
V2) In der hohen Promenadenposition: bewege deinen Körper entlang der Tanzrichtung, und damit das linke Bein unter dem Körper zu einem Schritt links seitwärts in Promenadenposition, auf Ballen.

DAME
V1) Stehe mit dem Rücken diagonal zur Wand und hebe mit geschlossenen Füßen, wobei du die Füße 1/4 nach rechts zur Promenadenposition drehst (Oberkörper ein gutes 1/8).
V2) In der hohen Promenadenposition: bewege deinen Körper entlang der Tanzrichtung, und damit das rechte Bein unter dem Körper zu einem Schritt rechts seitwärts in Promenadenposition, auf Ballen.

Wechselt auch in erhobener Position, aber mit lockeren Beinen zwischen den Positionen von V2 und V1 hin und her!

Nun zählen wir bei
V1) "und"
V2) "3"
denn so liegen die Bewegungen später im Takt des Langsamen Walzers.

Den Hover Telemark zur Promenadenposition können wir so nun einfach erzeugen:
Startet mit Herr Front / Dame Rücken diagonal zur Wand
1) Herr links vor / Dame rechts rück
2) Herr rechts seit / Dame links seit, hoch
und macht Ende (2) mit den Bewegungen V1 und V2 weiter (schon oben befindlich).
Schritt 2 sollte von der Dame etwas größer als vom Herren getanzt werden.

Die Bewegungen V1 und V2 lassen sich auch für einige andere Standardtanzfiguren verwenden, teilweise z.B. im Offenen Impetus, Offenen Telemark u.ä.

Der Hover Telemark zur Promenadenposition ist mit allen Vorgänger- und Nachfolge-Figuren analog zum Wischer einsetzbar.

Beispiele
vorher:
4 - 6 Linksdrehung nach Rechtskreisel oder 1 - 3 Linksdrehung
nachher:
Chassé aus Promenadenposition;
Rechtsflechte / Flechte aus Promenadenposition

TL 29.10.2014 Cha Cha Cha - Spin-Chassé

Anders als bei Spot Turns, bei denen die Wiegeschritt-Phase zur Drehung umgeformt wird, lässt sich bei einigen Figuren die Chassé-Phase zum Drehen benutzen: Man erzeugt ein Spin-Chassé.

Beispiel: Open Check ("New York" / "Promenade") mit Spin-Chassé
Übung für alle, einzeln:
Tanzt zuerst einen normalen Open Check nach einem Seit-Chassé nach links, später nach rechts ...
1) mit 1/4 Linksdrehung rechter Fuß vorwärts, Check ( Beginn "Wiegeschritt")
2) linken Fuß am Platz zurückbelasten
(3) (4) (5) nach 1/4 Rechtsdrehung Seit-Chassé rechts ("Cha Cha Chá")
Wiederholt (1) - (5) auf der anderen Seite entsprechend!

Nun werden die Schritte des Chassés umgeformt:
(3) nach 1/2 Rechtsdrehung rechts vorwärts, kleiner Schritt ("Cha")
(4) nach 3/4 Rechtsdrehung linker schließt zum rechten Fuß ("Cha")
(5) rechter Fuß seitwärts  ("Chá")
Bei Wiederholung auf anderer Seite mit dem jeweils anderen Fuß entsprechend andersherum!

Beachtet dabei die regeln für Spin-Drehungen:
- keine Hüftbewegungen [bei (3), (4)], sehr aufrecht stehen, damit keine Disbalance entsteht
- Drehung um den Ballen des jeweiligen Fußes, d.h. der Schritt darf nicht mit vollem Fuß belasten.  Dafür muss man den Körperschwerpunkt weiter vorne haben als normal.

Stellt euch paarweise gegenüber und tanzt die Open Checks mit Spin-Chassé.
Zur Auswahl stehen nun pro Takt die Varianten
- keiner dreht einen Spin
- nur die Dame dreht einen Spin
- beide drehen einen Spin
Bei den letzteren zwei führt der Herr eine Beschleunigung in den Händen Ende von "Wie - ge", dann werden die Hände abrupt losgelassen - wie beim Frisbee-Werfen.

TL 22.10.2014 Quickstep - Grundschritt-Überleitung zu Figuren mit linkem Fuß

Wir wiederholen die Übung vom 22.05.2013, hier ...

TL 15.10.2014 Rumba - im Takt

Man soll in Rumba den ersten Schritt des Wiegeschritts auf Taktschlag "2" der Musik tanzen und den "langsamen" Schritt auf "4 - 1".

Dafür gibt es drei Möglichkeiten, wie man startet:
Zähle in jedem Fall den 4/4-Takt der Musik: "1 - 2 - 3 - 4 - 1 - 2 - ..."

Variante A - "Technikbuch":
Passe während der Zählung der Taktschläge die Stelle "... 4 - 1" ab und starte danach direkt mit dem Wiegeschritt (Herr links vor / Dame rechts rück).

Variante B - "Tanzturnier":
Passe während der Zählung der Taktschläge die Stelle "1 - 2 - 3" ab und starte danach mit dem Seitschritt auf "4 - 1" (Herr rechts / Dame links), danach Wiegeschritt (Herr links vor / Dame rechts rück).

Variante C - "Tanzschule":
Zähle die Taktschläge "1 - 2 - 3 - 4" und starte danach mit einem Startschritt auf "1" ("schnell", Herr rechts / Dame links), danach Wiegeschritt (Herr links vor / Dame rechts rück).

Einordnung der Varianten
(A) wird vermutlich nur beim Vortanzen auf Tanzlehrerprüfungen verwendet, ist am dichtesten an der Idee der Rumba, weil sie einfach dort beginnt, wo die Figur beginnt. Sie wird oft aber beim Üben benutzt, wenn man einfach in ein Teilstück einer Reihenfolge springen will, das man "trocken", ohne Musik übt.
(B) lässt die Tänzer durch zuerst erfolgenden langsamen Schritt einen guten Bewegungsbeginn finden. Sie ist die am stärksten Fehler behaftete Variante, weil Anfänger, aber auch Hobbytänzer versäumen auf "4" zu beginnen, dann auf "1 - 2" tanzen, wodurch der Wiegeschritt fälschlich auf "3 - 4" gerät.
(C) vermeidet alle Nachteile von (A) und (B), weil sie als einzige Variante nicht mitten im Takt beginnt, sondern - wie alle anderen Tänze auch - auf "1". Ich empfehle Tanzschülern, diese Variante einzusetzen.
Eine entsprechende Bewertung kann man für den Cha Cha Cha vornehmen, in "langsamer Schritt" wäre durch Chassé "Cha Cha Cha" = "4 und 1" zu ersetzen.

TL 08.10.2014 Tango - Back Corté

Wiederholt die Übung zur Wiegeschrittdrehung vom 11.12.2013 (hier ...)!

Das Back Corté ist ein Teilstück der Wiegeschrittdrehung, nämlich deren letzte vier Schritte:

HERR
1) "langsam" - linker Fuß diagonal rückwärts
Abschlussschritt:
2) "schnell" - rechts rück in Gegenbewegungsstellung
3) "schnell" - links seit leicht vor
4) "langsam" - rechts schließt leicht rück zum rechten Fuß
DAME
1) "langsam" - rechter Fuß diagonal vorwärts
Abschlussschritt:
2) "schnell" - links vor in Gegenbewegungsstellung
3) "schnell" - rechts seit leicht rück
4) "langsam" - links schließt leicht vor zum rechten Fuß

Tanzt eine 1/4 Linksdrehung über (2) - (4).

Ursprünglich ist die Figur für eine Ecke gedacht. Der Herr bemerkt das Paar am Ende einer Raumseite, möchte nicht weiter vorwärts in die Ecke hinein tanzen und startet deshalb eine rückwärtige Ausweichbewegung wie das Back Corté. Somit endet er nach Überwindung der Ecke diagonal zur neuen Wand.

Man kann das Back Corté auch an einer Seite tanzen, also ohne sich nahe einer Ecke zu befinden. Dann bewegt sich die Figur zur Mitte, endet diagonal zur Mitte.
Hier könnte man z.B. mit der außenseitlichen Linksdrehung (ohne zwei langsame Gehschritte, also gleich "schnell - schnell - langsam - schnell - schnell - langsam") weiter tanzen.

TL 01.10.2014 Discofox-Hustle - Brezel zum Körbchen

Wiederholt das "In And Out" (die wichtigste Hustle-Grundfigur!) hier ...
Tanzt In And Out wechselnd mit Ende A und Ende B!

Nun verändern wir das Ende B:
Beim nächsten Schritt, nachdem der Herr die gefassten Hände zur Tor-Haltung erhoben hat, also dann, wenn die Dame mit ihrem rechten Fuß das Tor passiert, rollt der Herr seinen rechten Arm von hinten oben herum um den linken Damenarm nach innen-unten und greift am Ende dieser Bewegung die linke Damenhand, so dass sie am Ende ihrer halben Rechtsdrehung in Brezel-Position ankommt: Das Paar steht leicht versetzt gegenüber, linke Hand des Herren und rechte Hand der Dame oben gefasst, die anderen Hände unten, hinter dem Rücken der Dame.

In der nächsten "1, 2, a3"-Etappe wird die Dame mit einer Spin-Linksdrehung zum Körbchen geführt:
Der Herr dreht Ende 1 die Dame "doppelt"-stark (real 1 1/2 Linksdrehungen), so dass sie wieder im Rechten Winkel zu ihm - der "In"-Position entsprechend - endet. Dabei behält der Herr während der Damendrehung die oberen Hände oben, die unteren unten; gegen Ende der Drehung werden dann auch die oberen Hände auf Brusthöhe abgesenkt.
Dieses Körbchen lösen wir mit einem Tor unter dem rechten Arm des Herren auf, bei dem die anderen Hände gelöst werden; das Paar endet in offener Gegenüberstellung.

TL 24.09.2014 Wiener Walzer - Progression

Wir wiederholen die Übungen vom 24.04.2013 ...

TL 17.09.2014 Samba - Travelling Volta

Wir wiederholen die hier beschriebene Übung vom 17.04.2013.

TL 10.09.2014 Slowfox - "The Walk"

Beachte auch die Anmerkungen dieses Eintrages über Regeln zur Fußarbeit in den Standardtänzen!

Der Slowfox-Walk ist technisch der Prototyp für die Geh-Schritte auch in den Tänzen Quickstep und Lgs.Walzer, durch seine zeitliche Länge fallen aber einige technische Aspekte besonders ins Gewicht.

Übung
Stehe ausbalanciert auf dem linken Bein und schwinge das rechte Bein vorwärts (ohne Gewichtsverlagerung), es setzt vorne in ausgedehnter Position mit Ferse auf (immernoch ohne Gewicht). Führe das rechte Bein wieder zurück zur neutralen Position geschlossen neben das linke.
Wiederhole diese Bewegung des Andeutens eines Schrittes (vollkommen ohne Gewicht!): rechtes Bein mit Ferse zur Vorwärtsposition - zurück zur neutralen Stellung - vorwärts - zurück ...
Soll nun ein echter Schritt stattfinden, verfährst du ebenso, aber während sich das rechte Bein zum Fersenansatz vorwärts bewegt muss die Gewichtsübertragung (kurz vorher) durch einen Impuls aus dem alten Standbein (links) nach unten/vorne eingeleitet werden. Dieser Druck aus dem Standbein ist für jede Gewichtsübertragung der "Motor", die Aktivität, die dem Tänzer die Bewegungsenergie verschafft.
Der Fersenansatz dauert nur einen Sekundenbruchteil - der Fuß muss sofort flach abrollen, damit kein Druck auf den Schuh-Absatz in frontale Richtung ausgeübt wird, sonst würde man (besonders die Dame mit vielleicht höherem Absatz) rutschen.
Bei diesem Abrollen zum flachen Fuß werden die Muskeln des schreitenden - nun nach und nach zu belastenden - Beines immer in Bewegung gehalten, "durchknetet". Dies ist besonders für die langsame Bewegung des Slowfox nötig: man muss immer in Bewegung bleiben, darf beim Zähler "langsam" nicht auf einen Punkt fallen und dort stoppen - der flüssige Bewegungsablauf soll nicht unterbrochen werden.

Für Rückwärts-Gehschritte lies diesen Eintrag ...

TL 03.09.2014 Jive - Chassé-Ersatz

Wir wiederholen die Übung vom 06.11.2013, hier ...

Beispiele für den Einsatz der verschiedenen Variationen:
- Grundschritt in geschlossener Tanzhaltung im Single Timing
- Damen-Rechtsdrehung unter den Armen im Double Timing
- Damen-Linksdrehung unter den Armen, Dame Triple Timing, Herr flickt
- in offener Gegenüberstellung: beide Partner flicken (Dame gerade, Herr leicht vor, leicht seit)
- Damen-Linksdrehung unter den Armen im Triple Timing
- Link im Triple Timing

TL 27.08.2014 Langsamer Walzer - Grundlage für Schwung

Zu anderen Details der Rechtsdrehung im Langsamen Walzer siehe auch dies hier ...

Tanzt alleine:
1) rechter Fuß vorwärts
2) linker Fuß seitwärts
3) rechter Fuß schließt zum linken

4) linker Fuß rückwärts
5) rechter Fuß seitwärts
6) linker Fuß schließt zum rechten

Tanzt dies mit mindestens 1/4 Drehung pro Takt (oder 3/8), so dass (2) immer die in (1) aufgebaute Linie verfolgt, verwendet das Heben:
- Beginne zu heben Ende (1) - weiteres Heben auf (2) und (3) - [Senken Ende 3]*

Hier wollen wir nun betrachten, woher die Energie für die Fortbewegung und das Heben kommt ...
Man tanzt die Standardtänze (außer ein wenig im Tango) nicht "Schritt für Schritt", sondern in flüssigen zusammenhängenden Bewegungssequenzen. Also müssen wir die gesamte Energie, die für die Progression und das Heben nötig ist, am Beginn dieser "geschlossenen Dreischrittdrehung" erzeugen. - Dies geschieht aus dem Druck aus dem vorherigen Standbein vor (1), Herr auf linkem Bein, Dame auf rechtem - hier erfolgt unter schnellem Absenken (leicht unter Null-Niveau) und Vorwärts-Schub (Dame rückwärts) der Bewegungsbeginn der gesamten Figur.
Beachtet, dass dies musikalisch Ende Taktschlag "3", also bei "3 und" getanzt werden muss.
Ab hier lässt man die Bewegung flüssig durch Schritt (1) laufen, übergehend in das Heben zu (2) und (3).

* In der formalen Figurenbeschreibung endet eine Etappe immer flach, ich empfehle aber, sich das Figuren-Ende hoch vorzustellen (damit man einen Zielpunkt für das Heben hat), und das Fallenlassen als Bewegungserzeugung für die nächste Sequenz auszunutzen.

TL 20.08.2014 Cha Cha Cha - Vorwärts-/Rückwärts-Chassés

Wir wiederholen die Übung vom 20.03.2013, hier ...

TL 13.08.2014 Quickstep - mehrfache Rechtsachsen

Wir wiederholen die Übung vom 08.01.2014, hier ...

TL 06.08.2014 Rumba - Führung in offener Gegenüberstellung

Einige Figuren (z.B. Open Hiptwist, Rechtskreisel, eine Art der Alemana, Curl ...) beginnen in offener Gegenüberstellung. Um mit dieser Tanzhaltungsposition vertrauter zu werden, folgende Dinge ...

Offene Gegenüberstellung
Steht als Paar parallel gegenüber, so weit entfernt, dass man sich noch Herr linke, Dame rechte Hand geben kann, ohne die Arme ganz auszustrecken. Die Unterarme der Partner sollen horizontal, also parallel zum Boden verlaufen. Gegriffen sind die gefassten Hände, indem die Dame ihre rechte Hand dem Herren mit der Handfläche zum Boden anbietet, und der Herr diese mit seiner linken Hand - nicht zu fest - umschließt, wobei sich der Daumen des Herren oben befindet, die anderern Finger angewinkelt, mit ihrer Außenseite nach vorn, diagonal unten gehalten werden.
Dabei muss eine Stabilität über diese das Paar verbindenden Arme hergestellt sein, die ihr testen könnt, indem der Herr die Dame über die Arme in paar Millimeter zurück und vor bewegt.

Übungsschritte
HERR, Variante A
1) "2" - linker Fuß vorwärts
2) "3" - rechten Fuß rückwärts am Platz belasten
3) "4 - 1" - linker Fuß passiert den rechten, klein rückwärts

4) "2" - rechter Fuß rückwärts
5) "3" - linken Fuß vorwärts am Platz belasten
6) "4 - 1" - rechter Fuß passiert den linken, klein vorwärts

HERR, Variante B
...
3) "4 - 1" - linker Fuß schließt zum rechten
...
6) "4 - 1" - rechter Fuß schließt zum linken

DAME, Variante A
Benutze die Herrenschritte der Variante A, aber erst (4) - (6), dann (1) - (3)
Es gibt keine entsprechende Variante B für Damen.

Nun besteht die Führungsübung darin, dass der Herr manchmal eine Bewegung mit gleichbleibendem Abstand zwischen den Partnern erzeugen kann - dann verwenden beide der Variante A entsprechende Schritte; ab und zu aber kann der Abstand der Partner verändert werden, indem der Herr zur Variante B wechselt (die Dame bleibt bei A).

Figurenbeispiele mit veränderlichem Abstand (Dame kommt zum Herren) sind:
- erster Takt des Open Hiptwists
- erster Takt der Alemana aus offener Gegenüberstellung
- erster Takt von Curl
- Übergangstakt vor dem Natural Top (Rechtskreisel) - hier schließt der Herr jedoch nicht, sondern tanzt einen kleinen Seit-Schritt.

TL 30.07.2014 Tango - Progressive Link

Wir wiederholen die Übung vom 17.07.2013 - hier ...

Es handelt sich beim Progressive Link um den bekanntesten "Promenaden-Erzeuger" im Tango, er sollte perfekt beherrscht werden, da er viele Technikaspekte anderer Tangofiguren beinhaltet (Gegenbewegungsstellung, abrupte Bewegungen, Promenadenposition).

Beachtet, dass er nicht notwendigerweise mit zwei langsamen Gehschritten eingeleitet werden muss, man kann auch direkt mit "schnell - schnell" beginnen.

TL 23.07.2014 Hüftbewegungen: Merengue vs. Rumba

Zur Rumba-Hüftbewegung wiederholen wir die Übung des Eintrags vom 24.07.2013 ...

Die Merengue-Hüftbewegung ist näher am Original der karibischen Lateintänze und wird auch für Mambo und Salsa verwendet.
Ihre Übung hilft aber auch dem normalen Lateintänzer ("International Style") beim Tanztraining - einerseits als Koordinationsübung selbst für die scheinbar gegensätzliche Rumba-/Cha-Cha-Cha-Hüftbewegung, andererseits ist sie aber durchaus auch Bestandteil von Basis-Abläufen in Jive, Samba, und ein wenig auch in Rumba und Cha Cha Cha.

Deshalb wiederholen wir die Übung vom 10.07.2013, hier ...

Vergleicht man nun beide Arten der Hüftbewegung, kann man sagen, dass der Unterschied hauptsächlich im Timing und somit auch im Verhältnis Schritt-Hüfte liegt.
Genau genommen setzen wir auch einen Rumba-Schritt anfänglich - ganz kurz - mit Merengue-Hüfttechnik. Das Erfordernis des Durchdrückens des Knies zwingt uns aber, die Hüftausdehnung vom alten Standbein früher wegzunehmen, die neutrale Position durchlaufen zu lassen, um dann in der rumbatypischen Hüft-Schrittende-Position zu resultieren. Hier tritt dann letztendlich "das Gegenteil" zu Tage: in Rumba Ausdehnung der Hüfte zur Seite des Beines, das die Belastung hat - bei Merengue würde sich zu diesem Zeitpunkt die Hüfteausdehung noch auf der anderen Seite befinden (bei gebeugtem Standbein-Knie).

TL 16.07.2014 Wiener Walzer - Neigung

Wir wiederholen die Übung vom 03.07.2013 ...

TL 09.07.2014 Samba - Samba Walks

Die Samba-Walks - die "Promenade" - sind nach Grundschritt und Wischer die dritt-bekannteste Samba-Figur für Anfänger in diesem Tanz.

Vorübung (einzeln, Damen und Herren üben Dasselbe)
1) "1": rechter Fuß vorwärts
2) "a": linker Fuß nach hinten gestreckt mit "Teilgewicht"
 (Druck auf Ballen, kein Abrollen auf Ferse)
3) "2": rechten Fuß am Platz belasten
(4) - (6) wiederhole (1) - (3) mit entsprechend anderen Füßen

Tanzt man nun diese Vorübung mit einem betont starken Nach-Hinten-Strecken bei Schritt 2 und lässt dabei das Becken mit nach hinten schwingen, rutscht der Fuß bei Schritt 3 leicht rückwärts:
man erhält die Samba Walks.

Paarweise können wir dies nun in Promenadenposition tanzen, sie sollte folgendermaßen aussehen:
Die Dame steht rechts neben dem Herren, beide Partner mit Blick in Tanzrichtung.
Der Herr platziert seine rechte Hand wie bei normaler Lateintanzhaltung auf dem linken Schulterblatt der Dame, die Dame ihren linken Arm auf dem Arm des Herren.
Die gefassten Hände (Herr links / Dame rechts) sind auf ca. Brusthöhe abgesenkt, die Arme bilden einen stabile Kurve vor dem Paar.

Nun tanzt die Samba Walks, Herr links / Dame rechts in gerader Anzahl, also immer ein Takt mit den Außenfüßen des Paares, den nächsten Takt innen.

Vorgänger-Figuren (Bsp.)
- Wischer (Herr rechts / Dame links; geendet in Promenadenposition)
- Travelling Volta nach links (Herr kreuzt rechts / Dame links; keine Drehung)
- Spot Volta (Herr kreuzt und dreht rechts / Dame links)

Nachfolge-Figuren (Bsp.)
- Wischer (Herr links / Dame rechts; auch mit Damen-Solo-Rechtsdrehung)
- Promenade Side Walk zur offenen Promenade
- Spot Volta für beide (Herr kreuzt und dreht links / Dame rechts)

TL 02.07.2014 Slowfox - Federschritt-Auflösung

Wir wiederholen die Übung vom 19.06.2013 - hier ...

Dabei legen wir besonders Wert auf das dort beschriebene Thema "Nächster Schritt ..."
Hier ist wichtig, sich - zusätzlich zum Erwähnten - klarzumachen, dass die Aufzulösung der Gegenbewegungsstellung einfach zu führen ist, indem der Herr auf dem Weg zum neutralen Punkt seinen Oberkörper von der rechten Position wieder (nach links) zur neutralen Ausrichtung zurück dreht und dies über den festen Rahmen der Tanzhaltung auf die Dame überträgt.
Er darf also beim nächsten Schritt (linker Fuß) die Dame nicht überrennen, vielmehr muss sie sich bereits in normaler Standardtanzhaltung vor ihm befinden, wenn sie zu entsprechendem Zeitpunkt ihr rechtes Bein nach hinten ausdehnt. Das linke Bein des Herren ist dann also - wie bei normalen Standardtanz-Gehschritten - an der Außenkante des rechten Damenbeines, soweit wie möglich nahe der Dame.

TL 25.06.2014 Jive - Throwaway

Der Throwaway ist eine Figur die dem "Platzwechsel von rechts nach links" sehr ähnlich ist, deshalb wiederholt das "Tor" aus diesem Eintrag ...

Beim Throwaway tanzt man nun in ähnlichem Ablauf - Dame startend von geschlossener Tanzhaltung geführt zur offenen Gegenüberstellung, aber mit der Abwandlung, dass die Dame nicht unter den erhobenen Armen rechts herum dreht, sondern vom Herren mit gesenkten gefassten Händen links herum geführt wird.

Throwaway
HERR
"1, 2" - LF Rückwärts-Wiegeschritt wie beim Grundschritt
"1a2" - LF sehr kleines Chassé in Promenadenposition
"3a4" - RF kleines Chassé vorwärts, die Dame verfolgend
Beim Start dreht der Herr 1/8 links, ebenso zwischen dem ersten und zweiten Chassé - hat er z.B. Front zur Wand begonnen, steht er am Ende der Figur Front in Tanzrichtung, parallel zur Dame.

DAME
"1, 2" - RF Rückwärts-Wiegeschritt wie beim Grundschritt
"1a2" - RF Chassé diagonal vorwärts
"3a4" - LF rückwärtiges Chassé
Beim Start dreht die Dame 1/8 rechts; beim letzten Schritt des ersten Chassés 1/4 links; über das letzte Chassé 1/8 links- hat sie z.B. Rücken zur Wand begonnen, steht sie am Ende der Figur Rücken in Tanzrichtung, parallel zum Herren.

Um die Dame gut zu führen, senkt der Herr die gefassten Hände Ende "1, 2" und tanzt das erste Chassé mit starker Links-Neigung (Dame gegengleich). Das Damen-Chassé ist wesentlich größer als das des Herren; der Herr muss in den gefassten Händen den Wendepunkt der Dame Ende des ersten Chassés recht abrupt führen und sie während des zweiten Chassés wegschieben. Das Paar endet in offener Gegenüberstellung, linke Hand des Herren gefasst mit rechter der Dame.

Anwendung:
Der Throwaway ist in allen Vorgänger- und Nachfolgefiguren identisch mit dem o.g. "Tor".

TL 18.06.2014 Langsamer Walzer - nach dem Rechtskreisel ...

Wenn nach dem Rechtskreisel (normal oder unterdreht) eine Grundfigur folgt (außer Kreuzschritt), muss der kommende Schritt der Dame mit Ferse beginnen, denn es handelt sich um einen normalen "Taktschlag-1-Schritt".
Meist wird als Folgefigur benutzt:
4 - 6 Linksdrehung (mit 1/4-Drehung)
DAME
1) linker Fuß vorwärts; beginne links zu drehen
2) rechter Fuß seitwärts; 1/8 zwischen (1) und (2)
3) linker Fuß schließt zum rechten;  1/8 zwischen (2) und (3)
HERR
1) rechter Fuß rückwärts; beginne links zu drehen
2) linker Fuß seitwärts; 1/4 zwischen (1) und (2), Körper dreht weniger
3) rechter Fuß schließt zum linken;  Körper vollendet Drehung

Da man dabei die normale Grundschritttechnik zu verwenden hat, muss die Dame bzgl. des Senkens und Hebens tanzen:
- Senken Ende des vorherigen Schrittes (letzter des Kreisels)
1) Ferse (später Ballen); beginne zu heben Ende 1
2) Ballen, weiteres Heben auf 2
3) Ballen, weiteres Heben auf 3, Senken Ende 3 (dann Ferse)

Meistens fällt den Damen dieser Fersenschritt auf (1) schwer, weil sie
a) durch den Kreisel - leider - noch nicht ganz im Gleichgewicht sind,
b) der Herr sie nach dem Kreisel in den nächsten Schritt zieht, anstatt sie unter sich "tauchen" zu lassen.
Also müsst ihr üben:
- Kompletten Stillstand Ende des Kreisels (noch hoch im Fuß)
- Senken von dieser Position aus, mit kontrolliertem Eintauchen der Dame in den Schritt (1)

TL 11.06.2014 Cha Cha Cha - gedrehte Grundschritte

Das Prinzip aus der Rumba-Linksdrehung (s. 06.03.2013) gilt auch im Cha Cha Cha, die Ansatzphase der Chassés wird entsprechend der langsamen Schritte von Rumba durchgeführt.

TL 14.05.2014 Discofox - Hustle-Linksdrehung

Wir wiederholen die Übung vom 26.02.2014, siehe hier ...

TL 04.06.2014 Quickstep - Führung Kreuzschritt

Wir wiederholen die Übung zum Kreuzschritt vom 13.03.2013.
Zum Testen der Führung führen wir als Alternative zum Kreuzschritt ein sonst nicht wirklich verwendetes Vorwärts-Chassé ein:
Pseudo-Kreuzschritt
HERR
vorwärts diagonal zur Wand, ohne Drehung
1) "langsam"; rechter Fuß vorwärts, Ferse
2) "schnell"; linker Fuß vorwärts mit Seitenführung, Ballen
3) "schnell"; rechter Fuß schließt neben dem linken, Ballen
2) "langsam"; linker Fuß vorwärts mit Seitenführung, Ballen, dann Absenken
Die nächste Figur beginnt vorwärts diagonal zur Wand, mit rechts, außenseitlich Partnerin.
DAME
rückwärts diagonal zur Wand, ohne Drehung
1) "langsam"; linker Fuß rückwärts, Ballen - Ferse
2) "schnell"; rechter Fuß rückwärts mit Seitenführung, Ballen
3) "schnell"; linker Fuß schließt neben dem rechten, Ferse - Ballen
2) "langsam"; rechter Fuß rückwärts mit Seitenführung, Ballen, dann Absenken
Die nächste Figur beginnt rückwärts diagonal zur Wand, mit links, Partner außenseitlich.

Nun haben wir eine Alternative, um zu testen, ob der Herr den Kreuzschritt wirklich führt. Tut er dies nicht, erhält man den Pseudo-Kreuzschritt.
Der echte Kreuzschritt unterscheidet sich nur in (3): Herr kreuzt hinter / Dame vor. Versucht als Herr nun, den Kreuzschritt nach der Erklärung vom 13.03.2013 zu führen!

TL 28.05.2014 Rumba - Spin-Drehung

Wiederholt möglichst die Übung des Jive-Simple-Spins, hier ...
Nun kann man einen Spin auch in anderen Latein-Tänzen anwenden, wir machen es jetzt innerhalb von Cucarachas der Rumba.
Cucarachas (Basis-Version)
HERR
1) "2" / "schnell"; linker Fuß seit
2) "3" / "schnell"; rechter Fuß am Platz belasten
3) "4 - 1" / "langsam"; linker Fuß schließt zum rechten
(4) - (6) entsprechend mit der anderen Seite
Die DAME tanzt gegengleich zum Herren zuerst (4) - (6), dann (1) - (3).

Nun tanzen wir auf Schritt 3 eine Spindrehung:
Cucarachas mit Spin
HERR
1) "2" / "schnell"; linker Fuß seit
2) "3" / "schnell"; rechten Fuß am Platz belasten
3) "4 - 1" / "langsam"; linker Fuß schließt zum rechten, dabei eine ganze Spin-Linksdrehung auf dem linken Ballen bei flachem Fuß
Folgend: Basis-Cucaracha, Herr mit rechtem Fuß
DAME
1) "2" / "schnell"; rechter Fuß seit
2) "3" / "schnell"; linken Fuß am Platz belasten
3) "4 - 1" / "langsam"; rechter Fuß schließt zum linken, dabei eine ganze Spin-Rechtsdrehung auf dem rechten Ballen bei flachem Fuß
Folgend: Basis-Cucaracha, Dame mit linkem Fuß

Regeln für Spin-Drehungen (verwendbar in verschiedenen Tänzen und Figuren):
1) "Ausholbewegung": Twiste den Oberkörper kurz vor der Drehung leicht zur anderen Seite, benutze die Energie des Enttwistens um die starke Rotation aufzubauen.
2) "Drehrichtung = Fuß": Steht der linke Fuß zur Verfügung, drehe linksherum; entsprechend mit dem rechten Fuß rechtsherum.
3) "Drehpunkt": Spin-Drehungen sind Ein-Schritt-Drehungen um den Ballen des betreffenden Fußes, der andere Fuß streicht neben dem Drehpunkt befindlich locker über den Boden und darf keinesfalls belastet werden, bevor die Drehung beendet ist. Um wirklich des Gewicht gut über dem Ballen zu halten, lehne dich ganz leicht nach vorne. Dies muss man recht bewusst anwenden, da man "im normalen Leben" nicht mit dem Schwerpunkt über dem Ballen (also mit unbelasteter Ferse) steht.

Die o.g. Ausholbewegung geschieht also bei unserer Beispielfigur auf Schritt 2: der Herr rotiert seinen Oberkörper leicht nach rechts, die Dame nach links.
Wie meistens in den Latein-Tänzen, solltet ihr beim langsamen Zähler nicht wirklich langsam tanzen, sondern "schnell" + "Pause". Somit liegt der Spin auf Taktschlag 4, die Pause bei 1.

Beispiel-Reihenfolge:
1 Takt Grundschritt - Damen-Solo-Spot-Turn rechts / Alemana mit letztem Schritt geschlossen, keine geschlossene Tanzhaltung, sondern nur Herr linke / Dame rechte Hand gefasst.
Dann o.g. Cucaracha-Spin-Folge ...

TL 21.05.2014 Tango - Promenade Link

Der Promenade Link ist eine Alternative zur geschlossenen Promenade, also eine Figur, die eine gegebene Promenadenposition zur Tanzhaltung in Gegenüberstellung überführt.

Startet nach einem beliebigen "Promenaden-Erzeuger" (z.B. Twist To Promenade Position / Progressive Link / Four-/Five Step) in Promenadenposition entlang Tanzrichtung, Herr Gewicht auf rechtem / Dame auf linkem Fuß.

Promande Link
HERR
1) "langsam"; linker Fuß seit in Promenadenposition; Ferse
2) "schnell"; rechter Fuß vorwärts und überkreuz in Promenadenposition; Ferse - Ballen (flach)
3) "schnell"; linker Fuß tippt ohne Gewicht mit Innenkante Ballen neben den rechten
DAME
1) "langsam"; rechter Fuß seit in Promenadenposition; Ferse
2) "schnell"; linker Fuß vorwärts und überkreuz in Promenadenposition; Ferse - Ballen (flach)
3) "schnell"; rechter Fuß tippt nach 1/4 Linksdrehung ohne Gewicht mit Innenkante Ballen neben den linken
Zur Führung muss der Herr den Überkreuz-Schritt (2) mit weniger Bewegungsenergie als bei anderen Promenadenfiguren versehen, an seinem Ende stoppen, damit die Dame den folgenden Tipp spürt.
Regel: Jeder Tipp (Bewegung ohne Gewichtsübertragung) hat ein vorbereitendes Stoppen, da, weil keine Gewichtsübertragung erfolgen soll, unweigerlich auch keine Progression stattfinden kann.

Da es etwas ungewöhnlich wirkt, eine Tango-Sequenz nicht mit einem "Langsam" zu beenden, hängt man meistens noch weitere Schritte heran, als einfaches Beispiel hier den
Argentine Close (Argentinischer Abschlussschritt)
HERR
1) "schnell"; linker Fuß vorwärts in Gegenbewegungsstellung; Ferse
2) "schnell"; rechter Fuß seitwärts Innenkante Ballen, dann flach
3) "langsam"; linker Fuß zieht ohne Gewicht mit Innenkante Ballen zum rechten
DAME
1) "schnell"; rechter Fuß rückwärts in Gegenbewegungsstellung; Ballen - Ferse
2) "schnell"; linker Fuß seitwärts Innenkante Ballen, dann flach
3) "langsam"; rechter Fuß zieht ohne Gewicht mit Innenkante Ballen zum linken

TL 07.05.2014 Wiener W.- Rückwärts-Übergang

Im folgenden wird von "Rückwärtsübergang" als Name der Figur gesprochen. Damit ist gemeint, dass der Herr rückwärts und die Dame vorwärts tanzt. In solchen Fällen werden die Figuren nach den Schritten des Führenden, also den Herrenschritten, benannt.

Beispiel-Reihenfolge:
3 Takte 1/2 Rechtsdrehungen  - Rückwärtsübergang - 3 Takte 1/2 Linksdrehungen  - Vorwärtsübergang

Mit dem Herren-Rückwärts-Übergang in die Linksdrehung überzuleiten, lässt sich (wenn man einmal die Schritte verinnerlicht hat) sogar besser tanzen, als wenn man den populären Vorwärtsübergang verwendet.

Startet nach 1-3 einer Rechtsdrehung, Herr Rücken diagonal zur Mitte, sich in Tanzrichtung bewegend.
HERR
1) linker Fuß rückwärts entlang Tanzrichtung; 1/8 Rechtsdrehung zwischen dem vorherigen Schritt und (1)
2) rechter Fuß diagonal rückwärts entlang Tanzrichtung; 1/8 Rechtsdrehung zwischen (1) und (2)
3) linker Fuß schließt zum rechten (Rücken diagonal zur Wand)
Dame
1) rechter Fuß vorwärts entlang Tanzrichtung; 1/8 Rechtsdrehung zwischen dem vorherigen Schritt und (1)
2) linker Fuß diagonal vorwärts entlang Tanzrichtung; 1/8 Rechtsdrehung zwischen (1) und (2)
3) rechter Fuß schließt zum linken (Front diagonal zur Wand)
Herr und Dame tanzen also die Schritte des bekannten Vorwärtsüberganges genau untereinander getauscht.
Danach geht ihr in 4-6 der ursprünglichen Linksdrehung:
4) HERR rechter Fuß rück / DAME linker Fuß vor; 1/8 Linksdrehung zwischen dem vorherigen Schritt und (4)
5) HERR linker Fuß seit 3/8 Linksdrehung zwischen (4) und (5), Körper dreht weniger / DAME rechter Fuß seit; 1/4 Linksdrehung zwischen (4) und (5)
6) HERR rechter Fuß schließt zum linken, Körper vollendet die Drehung / DAME linker Fuß kreuzt vor; 1/8 Linksdrehung zwischen (5) und (6)
Das Senken und Heben (daraus folgend die Fußarbeit) entspricht den anderen Wiener-Walzer-Grundfiguren (vereinfacht: "unten - hoch - hoch")

Diese Reihenfolge - mit Verwendung des Rückwärtsüberganges - bringt hauptsächlich zwei Vorteile:
A) leichtere Führbarkeit: Der Herr wechselt den Drehsinn zu einem Zeitpunkt, wo er vor der Dame steht, kann also seine Masse einsetzen, statt die Körper der Dame "umleiten" zu müssen.
B) Man bekommt eine wunderbare Anpassung der Figuren an die Phrasierung (Melodieführung) der Musik hin: Wechsel der Drehrichtung nach dem vierten Takt, mit achttaktiger Gesamtlänge der Reihenfolge.

TL 23.04.2014 Samba - Shadow Bota Fogos

Vorübung
Tanze folgende Übung - noch ohne Drehung:
1) "1" rechter Fuß vorwärts, flacher Ballen
2) "a" linker Fuß seitwärts mit ausgestrecktem Bein; auf Ballen; Teilgewicht
3) "2" rechten Fuß am Platz belasten
und die Schritte 4, 5, 6 entsprechend mit dem jeweils anderen Fuß.
Die Figur wird im normalen Samba-Bounce getanzt, siehe bei Bedarf dazu diese Technikübung.
Wichtige Aspekte:
a) Schritt (1) wird mit demselben Fußspitzen-Kontakt zum Boden ausgeführt wie z.B. in Rumba, nur eben mit Bounce-Technik.
b) (2) ist nach außen ausgedreht, zeigt ausgedehnt zur Seite und hat "Teilgewicht"; d.h. er wird nicht voll belastet, sondern getanzt, ohne dass der Körperschwerpunkt voll darüber kommt. Vielmehr wird nur gerade soviel Druck auf den Ballen des Fußes genommen, dass das andere Bein kurz entlastet werden kann, damit man es danach neu für (3) einsetzen kann.
c) Da (2) eine sehr große Ausdehnung bei sehr kurzer Zeit (1/16-Note) hat, kann man dessen Bewegung bereits Ende (1) vorbereiten: Schicke den Fuß schon auf den Weg, der konkrete Druck erfolgt dann im vorgesehenen "a"-Zähler.
d) Achte bei (3) darauf, dass die Seitwärtsstreckung des anderen Beines erhalten bleibt. Es wird nicht gelockert und bleibt ausgedreht.
Bota Fogo
Tanze die Schritte (1) - (3) mit Drehung:
1) diagonal zur Mitte
2) beginnend diagonal vorwärts, endend seitwärts. Die Verbindungslinie der beiden Fußspitzen muss senkrecht zur Tanzrichtung liegen.
3) zeigend* diagonal zur Wand; die Seitposition bei Streckung des freien Beines und die Linie aus (2) muss bis zum Ende erhalten bleiben.
Es ist also wichtig, dass durch die Drehung das Hauptmotiv der Figur, das weit zur Seite zeigende Bein, bis zum Ende des Taktes nicht zerstört wird.
Tanze (4) - (6) mit entsprechender Drehung linksherum!
Shadow Bota Fogo
Startet in "offener Promenadenposition", also z.B. nach einer Seit-Promenade (Side Walk), bei der die Haltung am Rücken der Dame gelöst wurde und die Dame leicht zum Herren "auf Vorsprung" steht.
Die Dame wird unter den gefassten Händen mit einem rechts-begonnenen Bota Fogo zur anderen Seite des Herren geführt, während dieser ein links-begonnenes Bota Fogo tanzt, dann geht es mit einem zweiten Bota Fogo zur ursprünglichen Seite zurück.
Beachtet dabei:
- (1) verläuft diagonal durch den Raum, so dass einerseits sich die Partner seitlich verschieben, andererseits sich das Paar aber auch in Tanzrichtung bewegt.
- (1) ist ein für Lateintanztechnik verhältnismäßig großer Schritt, denn der Seitenwechsel des gesamten Taktes kann nur hier erledigt werden, da (2) und (3) stationär getanzt werden, dort also keine Progression mehr möglich ist.
Nach der Figur:
Alles, was auch nach einer offenen Seitpromenade kommen kann, also z.B. ...
- Spot-Volta-Figuren (z.B. Damensolo-Rechtsdrehung; Spot Volta für beide, Maibaum)
- Criss Cross
- Promenade
- Stationary Samba Walk

*"zeigend" meint hier die Fußrichtung, allerdings plus lateinamerikanische Ausdrehung; der Oberkörper dreht etwas weniger.

TL 16.04.2014 Slowfox - Fersendrehung rechtsherum

Wir haben bereits die Fersendrehung linksherum geübt, wiederhole bitte diese Übung! 

Nun wollen wir entsprechend rechtsherum tanzen:

1) "langsam" - linker Fuß rück
2) "schnell" - rechter Fuß zieht mit der Ferse auf direktem Weg zum linken Fuß. Am Ende der Bewegung steht man mit geschlossenen Füßen auf den Fersen.
Tipp: Nicht nur an das Schließen der Füße denken! - Vielmehr stelle dir vor, den gesamten Bereich der Beine zu schließen, also auch Oberschenkel und Knie!
Nach der Fersendrehung erfolgt - je nach Figur - ein zusätzlicher Schritt:
3) "schnell" - Heben aus der Vorgänger-Position, linker Fuß hoch auf Ballen vorwärts
Zwischen (1) und (2) wird 1/8 bis 3/8 rechtsgedreht, zwischen (2) und (3) kann noch 1/8 rechtsgedreht werden.
In der Slowfox Natural Turn (Rechtsdrehung) werden obige (1) bis (3) von der Dame getanzt.
Vom Herren wird diese Fersendrehung  (1 - 2) z.B. im geschlossenen bzw. offenen Impetus verwendet - mit den figurenspezifischen Endungen bei Schritt 3.

So muss der Herr passend dazu tanzen:
1) "langsam" - rechter Fuß vor
2) "schnell" - linker Fuß seitwärts, die Dame umrundend, hoch
3) "schnell" - rechter Fuß rück, hoch, angepasst an die Bewegung der Dame relativ klein
Der Herr muss aufpassen, die Dame zwischen (1) und (2) nicht von ihrem Drehpunkt der Fersendrehung wegzuziehen, stattdessen muss er sie Ende (1) "stehen lassen", sie mit einem großen Seit-Schritt bei (2) umrunden (die Verbindungslinie zwischen den beiden Fußspitzen des Herren muss die Raumrichtung "schräg zur Wand" haben, nicht entlang "Tanzrichtung") und sie dann bei (3) in hoher Position aus der Fersendrehung abholen. (1) ist zwischen die Damenfüße nahe ihres rechten, nicht ihres linken Fußes zu positionieren; (3) wird normalerweise nicht mit Seitenführung, sondern neutral "Rücken in Tanzrichtung" getanzt, es sei denn, der nächste Schritt soll bewusst mit "Dame außenseitlich" geführt werden (wie im Quickstep bei der Running Right Turn).

TL 09.04.2014 Jive - Verfolgungs-Chassés

Wir wiederholen die für den Figurenaufbau so wichtige Übung des Vorjahres:

siehe hier: Technik der Woche vom 03.04.2013

TL 02.04.2014 Langsamer Walzer - Rechtsdrehung

Siehe auch den Eintrag "geschlossene Dreischrittdrehung", in dem wichtige Drehungsgrundlagen am Beispiel der Linksdrehung beschrieben werden.
Die Rechtsdrehung folgt als ebenfalls zu den geschlossenen Dreischrittdrehungen gehörig prinzipell denselben Regeln, kommt aber noch etwas häufiger beim Tanzen vor - besonders die Schritte 1 - 3, die oft auch der Anfang anderer Figuren sind (z.B. Rechtskreisel; Impetus; Zögerwechsel).

Wir betrachten:
HERR
(1) RF vor; (2) LF seit; (3) RF schließt zum LF
DAME
(1) LF rück; (2) RF seit; (3) LF schließt zum RF
Selbstverständlich tanzen wir dabei "unten - hoch - höher ...", wollen aber diesmal besonders die Geometrie der verwendeten Raumrichtungen - Fachwort "Linienführung" (engl. Alignment) - betrachten, die die für Standardtänze so wichtige 3/8-Drehung erzeugt.
Der Herr steht vor (1) Front diagonal zur Wand (45° schräg zur Wand), die Dame entsprechend Rücken diagonal zur Wand.
Diese Linie diagonal zur Wand wird für alle drei Schritte benutzt, (1) - (3) sind also alle auf dieser Linie diagonal zur Wand. Um Ende (2) in seitlicher Fußposition auf dieser Linie zu stehen, hat der Herr also 1/4-Drehung zwischen (1) und (2) erledigt; nun sollte man die verbleibende Zeit zwischen (2) und (3) noch zum weiteren Drehen benutzen, dies kann (damit sich das Paar in seiner Standardtanz-Tanzhaltung nicht verschiebt) nur noch mit maximal 1/8-Drehung belegt werden. Aus dieser Vorgehensweise, auf einer Linie eine 1/4- plus eine 1/8-Drehung zu tanzen, entsteht diese berühmte 3/8-Drehung.
Die rückwärts startende Dame hat eine andere Drehungsaufteilung:
Da (2) durch die auffächernde Bewegung der Beine sofort in die End-Richtung dieses Taktes gedreht werden kann, ist der Drehgrad der Dame:
3/8-Rechtsdrehung zwischen (1) und (2), Körper dreht weniger (als die Füße);
zwischen (2) und (3) vollendet der Körper die Restdrehung, so dass die Gesamtsumme wie beim Herren 3/8 ist.
Im nächsten Takt, bei (4) - (6) tanzt der Herr die Schritte, die die Dame bei (1) - (3) verwendete, entsprechend Umgekehrtes gilt für die Dame.
Wichtige Regeln zum Thema 3/8-Drehung:
1 a) Tanzt pro Takt alle Schritte auf einer Linie, die durch die Richtung der Fußspitze in der Startposition vorgegeben ist.
1 b) Ende jeden Taktes entsteht durch die Endposition die Richtung des nächsten Taktes;
es gilt bei 3/8-Drehungen bezüglich der Linienführung:
"schräg endet gerade"
 oder
"gerade endet schräg" im Raum
2) [nicht nur bei 3/8] Dem Vorwärtsschritt folgt ein großer (vorwärts beginnender) Seitschritt, dem Rückwärtsschritt ein kleiner (rückwärts beginnender) Seitschritt.


TL 26.03.2014 Cha Cha Cha - Schließen in Fan-Position

Voraussetzung: Kenntnis mindestens einer Figur, die die Fan Position erzeugt

Erreicht die Dame die Fan Position, beginnt jede folgende Figur (z.B. Alemana / Hockey Stick) für sie mit einem Schließen statt mit einem Rückwärts-Wiegeschritt.

Hier wollen wir üben, wie der Herr dieses Schließen führt.
Jede Fan-Erzeuger-Figur hat an ihrem Ende für die Dame ein linkes Rückwärts-Chassé und für den Herren ein rechtes Seit-Chassé, mit dem das Paar dann in Fan Position steht. Am Ende dieses Chassés erhöht der Herr die Zug-Spannung in den gefassten Händen (und den zugehörigen Armen); nach dem Chassé bewegt die Dame ihren rechten Fuß anfangs rückwärts (dort könnte der unerwünschte Rückwärts-Wiegeschritt entstehen), der Herr muss den Moment abpassen, zu dem sich der rechte Damenfuß neben dem linken befindet. Zieht er zu diesem Moment deutlich an der Damenhand, erhält sie die Information, nicht weiter rückwärts tanzen zu dürfen, und schließt.

Zum Zeitpunkt des Schließens beginnt der Herr mit seinem linken Vorwärts-Wiegeschritt; die Dame tanzt nach dem Schließen noch für einen Taktschlag vorwärts (links), dann folgt das Chassé, für die Dame rechts vor, für den Herren links auf der Stelle (oder für weit-fortgeschrittene Herren eine Chassé-Variation) - dies alles gehört bereits zur auf die Fan Position folgende Figur, also z.B. der Alemana oder dem Hockey Stick.

TL 19.03.2014 Quickstep - Step Hop aus P.P., Doppel-Chassé

Tanzt die zwei Hälften des Grundschritts (Quarter Turn - Progressive Chassé) und öffnet den letzten Seit-Schritt des Chassés zur Promenadenposition entlang Tanzrichtung ...
Übung 1 (Doppelchassé)
Herr
1) "langsam" rechter Fuß vorwärts und überkreuz in Promenadenposition, Ferse - Ballen
2) "schnell" linker Fuß seit leicht vor, auf Ballen
3) "schnell" rechter Fuß schließt zum linken, auf Ballen
4) "schnell" wdh. (2)
5) "schnell" wdh. (3)
6) "langsam"  linker Fuß seit leicht vor, auf Ballen, Senken Ende (6); nächster Schritt außenseitlich
Dame
1) "langsam" linker Fuß vorwärts und überkreuz in Promenadenposition, Ferse - Ballen
2) "schnell" rechter Fuß seit leicht rück, auf Ballen
3) "schnell" linker Fuß schließt zum rechten, auf Ballen, 1/4 Rechtsdrehung (Kopf nach links)
4) "schnell" wdh. (2)
5) "schnell" wdh. (3) ohne Drehung
6) "langsam"  rechter Fuß seit leicht rück, auf Ballen, Senken Ende (6)
Also tanzen wir ein Chassé aus Promenadenposition mit doppeltem "Seit - Schluss".

Nun wird Schritt (1) zum "Step-Hop":
Verstärke die normale Abroll-Bewegung der Ferse-Ballen-Belastung, indem du dich dabei so ab­rupt auf den Ballen hoch drückst, dass ein Hüpfer entsteht. Wichtig dabei:
 - Lande auch wieder auf demselben Fuß, der gehüpft hat.
 - Das freie Bein muss neben dem Sprungbein hängen, ohne dass das Knie angewinkelt wird.
Als Rhythmus lässt sich nun zählen "schnell" (Schrittbelastung mit Ferse) - "schnell" (Hop). [Diese "schnell" - "schnell" entsprechen also in der Summe dem "langsam" des ursprünglichen Schritt 1.]
Mit der Landung kann man nun das Doppelchassé ab Schritt 2 tanzen.

TL 12.03.2014 Rumba - Durchgedrückte Beine

Bei den meisten Paartänzen lernst du, mit lockeren Knien zu tanzen, Rumba (und Cha Cha Cha) haben aber die Besonderheit, dass man die Knie durchdrückt.

Natürlich kann man nicht die ganze Zeit mit durchgedrückten Knien tanzen. Stattdessen ist ein sich bewegendes Bein gelockert in der Phase, wenn der Fuß seinen Bestimmungsort sucht, dann aber streckt sich das Bein:
Bei Seitwärts- und Rückwärtsschritten ist es einfach, folge dem System:
- Fuß sucht Ziel - Körpergewicht über das gestreckte Bein - Knie mit Gewicht vollständig durchdrücken

Bei Vorwärtsschritten ist es schwieriger, denn belastet man den Fuß mit noch gebeugtem Knie, kann man das Bein nicht mehr ohne Höhenzuwachs strecken. Andererseits: streckt man es zu früh, kann man es nicht mehr voll belasten. Somit muss man sehr koordiniert vorgehen:
- Fuß sucht Ziel - mit dem Verlagern des Körpergewichts nach vorne ziehe gleichmäßig das Knie nach hinten - erreicht das Körpergewicht vollständig den vorderen Zielpunkt, drücke das Knie vollständig durch

TL 05.03.2014 Tango - Wiegeschritte vorwärts

Zum wichtigen Thema "Gegenbewegungsstellung" in Tango-Gehschritten siehe den Eintrag hier, insbesondere die Erklärungen zu Schritt 1.

Die Folgende Wiegeschritt-Übung lässt das Tanzpaar testen, ob es eine generell gute Technik normaler Gehschritte beherrscht, da nun der Herr führen muss, ob für die Dame die wiegeschritt-spezifischen Abwandlungen spürbar werden.

Gehschritte (Dame gegengleich, rechts rückwärts beginnend):
1) "langsam": links vor in Gegenbewegungsstellung
2) "langsam": rechts vor mit rechter Seitenführung

Ersetze nun nach einigen Gehschritten eine (1) durch einen Wiegeschritt:
1 a) "schnell": links vor in Gegenbewegungsstellung, Bewegung scharf stoppen
1 b) "schnell": rechts rück in Gegenbewegungsstellung, Bewegung scharf stoppen
 - Und fahre fort mit (1) der Gehschritte.

Zu stoppen bedeutet, dass dein Körpergewicht den Fuß nicht bis zum Ende durchläuft, sondern auf halben Wege gebremmst wird. Damit korrespondieren muss die Führung, mit der über die Tanzhaltung die Dame gestoppt wird.

Die Übung lässt sich entsprechend auch auf (2) der Gehschritte anwenden:
2 a) "schnell": rechts vor mit rechter Seitenführung, Bewegung scharf stoppen
2 b) "schnell": links rück mit linker Seitenführung, Bewegung scharf stoppen
 - Und fahre fort mit (2) der Gehschritte.

TL 26.02.2014 Discofox - Hustle-Linksdrehung

Voraussetzung: Figur "In And Out", hier ...
Nach Teil A, "In" von "In And Out", tanzt die Dame die normalen Schritte des Teils B1, aber der Herr verändert seine Schritte:
Hustle-Linksdrehung
1) "1"  - flacher Fuß, links vor mit 3/8 Linksdrehung Ende (1)
2) "2"  - 1/8 Linksdrehung auf (2): flacher Fuß, rechts rück
3) "a"  - Ballen, links seit; nicht voll belasten
4) "3"  - flacher Fuß, rechts am Platz
Damit steht der Herr wieder im rechten Winkel zur Dame. Er löst während dieser Figur nicht die Tanzhaltung, behält also auch die rechte Hand am Rücken der Dame.
Schritte 1- 4 können einige Male wiederholt werden, um eine fortgesetzte Linksdrehung zu erzeugen, als Endung lassen sich die Endungen B1 (Left Throwaway) bzw. B2 (Tor) vom In And Out verwenden.

TL 19.02.2014 Wiener Walzer - Blickrichtung

Durch das ständige Drehen im Wiener Walzer wird unerfahrenen Tänzern - und besonders Tänzerinnen - schwindelig. Dagegen aber hilft folgend beschriebene Strategie.

Man verwendet zwei Fixpunkte, die man während der Drehungen jeweils so lange wie möglich anschaut. Dadurch bekommt man nicht den Eindruck, dass "sich der Raum dreht", und fühlt sich sicherer.
Punkt V befindet sich vorwärts in Tanzrichtung, Punkt R befindet sich rückwärts in Tanzrichtung.
Nun tanze den Walzerschritt,
1/2 Rechtsdrehungen (Herr; Dame beginnt mit 4 - 6)
auf der Linie der Tanzrichtung
1) rechter Fuß vor
2) linker Fuß seit - Blickrichtung V
3) rechter Fuß schließt - Blickrichtung V

4) linker Fuß rück
5) rechter Fuß seit - Blickrichtung R
6) linker Fuß schließt - Blickrichtung R

Anders in den
1/2 Linksdrehungen (Herr; Dame beginnt mit 4 - 6)
auf der Linie der Tanzrichtung
1) linker Fuß vor
2) rechter Fuß seit - Blickrichtung R
3) linker Fuß kreuzt vor - Blickrichtung R

4) rechter Fuß rück
5) linker Fuß seit - Blickrichtung V
6) rechter Fuß schließt - Blickrichtung V

Bei den Schritten 1 und 4 kann weder Punkt V noch R fixiert werden, da sonst die Tanzhaltungsregel "schaue nach links" verletzt würde. Aus gleichem Grund sind die Blickrichtungen der Linksdrehung anders verteilt als in den Rechtsdrehungen.

TL 12.02.2014 Samba - Bounce-Rhytmus-Details

Der Samba-Bounce, also das (gemäßigte!) Hoch- und Runter-Federn in den Füßen ist eine recht komplizierte tänzerische Aktion, will man sie technisch elegant ausführen.
Angemerkt sei hierbei, dass der Bounce eigentlich zusätzlich mit einer Beckenbewegung kompensiert wird, was aber nur hoch-fortgeschrittenen Tänzern möglich ist und hier nicht erörtert wird. Allerdings müssen deshalb Hobbytänzer darauf achten, die Fußaktivität nicht zu übertreiben und zu hoch zu hüpfen.
A) Bounce ohne Schritte
Zähle mit Musik im Takt:
"und 1 und 2 und 1 und 2 ..."
[Verwenden wir den Zähler "und", bedeutet dies, den Taktschlag (ursprünglich 1/4 Notenwert) hälftig zu teilen, also in 1/8, 1/8]
Drücke dich in den Füßen (in geschlossener Position) hoch bei "und" und lasse dich fallen auf den vollen Taktschlägen, also bei "1" bzw. "2". Beim Fallenlassen tippen die Fersen auf den Boden und die Knie sind locker gebeugt.
B) Schritte ohne Bounce (Grundschritt)
Zähle mit Musik im Takt:
"1 a2 - 1 a2"
[Verwenden wir den Zähler "a", bedeutet dies, den Taktschlag (ursprünglich 1/4 Notenwert) im Verhältnis 3:1 zu teilen, also in 3/16, 1/16]
Vergleichen wir die Rhythmen A und B bemerken wir:
A: alle Zähler gleich lang, Notenwerte 1/8, 1/8, 1/8, 1/8, ...
B: Zähler "1" bzw. "2" länger als bei A, nämlich 3/16 (= "verlängertes Achtel" = punktiertes Achtel), Zähler "a" nur noch halb so lang wie "und" aus A, also 1/16
Also könnte man bei B sagen: "stopp - ta - damm", ähnlich der Aussprache von "Amsterdam"
Tanze den Samba-Grundschritt (Dame zuerst 4 - 6, dann 1 - 3):
1) rechter Fuß vorwärts - flach
2) linker Fuß schließt zum rechten - auf Ballen*
3) rechter Fuß, geschlossen am Platz - flach

4) linker Fuß rückwärts - flach
5) rechter Fuß schließt zum linken - auf Ballen*
6) linker Fuß, geschlossen am Platz - flach

Dabei zähle den Rhythmus B, also für die Schritte 1 - 3: "1 a2" ("stopp - ta - damm"), ebenso "1 a2" bei den Schritten 4 - 6.

*[Schritte mit 1/16-Notenwert sind immer auf Ballen, da ein volles Abrollen des Fußes bis zur flachen Position zu viel Zeit kosten würde, der Tänzer also nicht schnell genug wäre.]

Nun wäre eine Bewegung, die ausschließlich den Rhytmus B verwendet, zu ruckartig, so dass solche Figuren immer mit Rhythmus A überlagert werden.
Also tanze:
"und": hoch drücken im linken Fuß (altes Standbein)
"1": fallen lassen in Schritt 1 - rechter Fuß vorwärts - flach
"und": hoch drücken aus dem rechten Fuß
"a": hoch, Schritt 2 - linker Fuß schließt zum rechten - auf Ballen
"2": fallen lassen in Schritt 3 - rechter Fuß, geschlossen am Platz - flach

entsprechend weiter mit den Schritten 4 - 6: "und 1 und a2 ..."


Wir sehen, dass der Hoch-Bounce immer aus dem alten Standbein entsteht, die Schritte, die auf "a" liegen keineswegs "aus dem Nichts" hoch gesetzt werden, sondern immer vom vorhergehenden "und"-Zähler vorbereitet werden.
Diese Vorgehensweise wird für alle Samba-Figuren, die "a"-Zähler enthalten, verwendet, z.B.:
Wischer; Bota Fogos; Voltas

TL 05.02.2014 Slowfox - Gestoppter Federschritt mit außenseitl. Kehre

Tanzt einen Federschritt wie hier beschrieben, aber stoppt auf Schritt 3.
Dies muss der Herr ein seine eigene Bewegung einplanen - er erzeugt weniger Bewegungsenergie und hebt etwas stärker, so dass er ohne Probleme auf Schritt 3 zum Stehen kommt und diesen Stopp durch seine Körperbewegung und über die Tanzhaltung auf die Dame überträgt, die bei diesem Federschritt auch etwas stärker hebt und kein NFR, sondern normales Heben verwendet (Erklärung NFR: hier).

Nun führt der Herr die Dame in die außenseitliche Kehre (Outside Swivel), ähnlich der Tango-Figur:
Außenseitliche Kehre
1) "langsam"
Herr: kleiner Rückwärtsschritt mit links mit knapper 1/8 Rechtsdrehung zur Promenadenposition, Körper dreht mehr; flach, der freie rechte Fuß wird vorne in Gegenbewegungststellung mit Spitze gehalten.
Dame: Vortwärtsschritt außen an der rechten Seite des Herren, Ferse - Ballen, ohne zu Heben. Der Ballen bildet den Drehpunkt der Kehre mit 3/8 Rechtsdrehung zur Promenadenposition, Körper dreht weniger; der freie linke Fuß bleibt diagonal zurück bei lockerem, leicht angewinkeltem Bein.

Danach kann eine beliebige Promenadenfigur getanzt werden, zumindest der Federschritt aus Promenadenposition (Feather Ending).

Anmerkung zum Takt
In der Reihenfolge
gestoppter Federschritt - Kehre - Federschritt aus P.P. - Dreierschritt
zählen wir also
L S S - L - L S S - L S S.
Somit liegen alle Figuren nach der Kehre aus Taktschlag 3 statt auf 1, was im Slowfox (wie im Quickstep / Foxtrott / Jive / Tango) durchaus zulässig ist. Empfinden dies die Tänzer als störend, lässt sich problemlos eine weitere Figur mit halbem Takt tanzen (zumindest die Wiederholung dieser Reihenfolge), so dass sich die Figuren wieder auf "1" schieben.

TL 29.01.2014 Jive - American Spin (für beide)

Geht aus dem Eintrag zum Simple-Spin (hier) die Einleitung über Spins im Allgemeinen und die Vorübung durch.

Nun beschäftigen wir uns mit der Figur "American Spin".
Vorübung
aus offener Gegenüberstellung (Herr linke - Dame rechte Hand gefasst) tanzt, Herr links / Dame rechts beginnend:
"1 , 2": rück - am Platz
"1 a2": kleines Chassé vorwärts
"3 a4": kleines Chassé rückwärts

American Spin für beide
Jetzt tanzen wir die Schritte der Vorübung, aber drehen auf dem letzten Schritt des ersten Chassés einen Spin mit 1/2 bis 3/4 Umdrehung (Herr linksherum / Dame rechts).
Dies führt der Herr durch Gegendruck und dann Lösen der gefassten Hände.
Die Rest-Drehung bis zur Gegenüberstellung (1/2 bzw. 1/4) übernimmt das zweite Chassé.
Es ist wichtig, dass wenn beide Partner drehen sollen, o.g. Handhaltung benutzt wird und nicht die bekannte (Rechte-in-Rechte-) Handshake-Hold. Letztere funktioniert nur, wenn die Dame allein dreht, und würde in unserem Fall der gleichzeitigen Drehung beider Partner eine ungünstige Hebelwirkung auf den Herren ausüben.

TL 22.01.2014 Lgs.Walzer - Chair

Der Chair ist ein Check in Promenadenposition.
D.h. Schritt 1 wird wie bei einer herkömmlichen Promenadenfigur angesetzt, aber bei leicht gebeugten Knie gestoppt.
Meist wird folgende Kobination getanzt:
1) Check in Promenadenposition (Herr rechter Fuß / Da. links)
2) rückwärts in Rückfallposition*, Dame beginnt zum Herren zu drehen
3) Herr rechter Fuß rückwärts, kleiner Schritt; Dame zum Herren, linker Fuß vorwärts

* merke Rückfall = "Promenade nach hinten"
Schritt 3 entspricht einer Linksachse (Slip Pivot) und sollte zwischen 1/8 und 3/8 (maximal 1/2) nach links gedreht werden.

Beispiel-Reihenfolge
Tanzt den außenseitlichen Wechsel und öffnet mit dem letzten Schritt zur Promenadenposition.
Nun Schritte 1 - 3 Chair (s.o.), danach diagonal zur Mitte Herr linker Fuß vorwärts / Dame rechter Fuß rückwärts in jede linksdrehende Figur (Reverse Turn / Chassé To Right / ...).

TL 15.01.2014 Cha Cha Cha - Guapacha Time Step

Der Time-Step ist eine sehr einfache Figur, ein "Pausenschritt" eben.
Interessant wird er wenn man ihn mit dem Guapacha-Rhythmus (sprich engl. "Whoapa") überlagert.
Entsprechend könnte man zur Erzeugung schwierigerer Variationen auch andere Figuren im Guapacha-Rhythmus tanzen.

Time Step (original)
Steht paarweise gegenüber, alle Hände in Doppelhandhaltung gefasst, ungefähr auf Schulterhöhe.
voraus: Taktschläge "4 und 1" Cha-Cha-Cha-Chassé zur Seite  (Herr rechts / Dame links)
(1) Taktschlag "2": rück
(2) Taktschlag "3": am Platz
(3, 4, 5) Taktschläge "4 und 1": Cha-Cha-Cha-Chassé zur Seite
Wiederholt (1) - (5) auf der anderen Seite entsprechend.

Guapacha Time Step
Nun wird Schritt (1) einen halben Taktschlag später und einen halben Taktschlag kürzer getanzt, also verzögert angesetzt, aber dafür schneller durchgeführt:
(1) Taktschlag "2 +": rück, nur auf Ballen (Achtel-Note auf Zähler "und")
(2) Taktschlag "3": am Platz
(3, 4, 5) Taktschläge "4 und 1": Cha-Cha-Cha-Chassé zur Seite
Wiederholt (1) - (5) auf der anderen Seite entsprechend.
Da Schritt 1 nun später beginnt, wird das Cha-Cha-Cha-Chassé am Ende der vorhergehenden Figur zeitlich verlängert:
Taktschläge "4 und 1 - 2": Cha-Cha-Cha-Chassé zur Seite, zählt "Cha Cha Stopp", der letzte Schritt des Chassés hat nun also kein 1/4, sondern 3/8 ( = punktiertes Viertel) als Notenwert.
Ebenso verfährt man beim Chassé der Schritte (3, 4, 5), wenn danach eine Wiederholung des Guapacha-Time-Steps geplant ist.

Übungsreihenfolge
1 Takt Grundschritt - Damen-Solo-Rechtsdrehung - 2 Takte Hand To Hand - 2 Takte  Guapacha Time Step - 1 Takt Hand To Hand - Spot Turn für beide

TL 08.01.2014 Quickstep - mehrfache Rechtsachsen

Der Drehungstyp "Rechtsachse" lässt sich im Quickstep besonders gut aneinandergereiht wiederholen.
Siehe dazu den Schritt 4 des Rechtskreisels (Lgs.Walzer wie Quickstep): hier die Beschreibung.
Dabei tanzen Herr und Dame dann in Wiederholung abwechselnd auch den o.g. Schritt des anderen Geschlechts: "rückwärts drehen - vorwärts drehen ...".
Um die Progression auf der Linie der Tanzrichtung aufrecht zu erhalten, sind 1/2 Drehungen nötig, was einen gewissen technischen Aufwand erfordert:
- Halte perfekt die Spannung der Standardtanz-Tanzhaltung ein!
- Der jeweils rückwärts tanzende Partner stellt sich vor, einen Sekundenbruchteil früher als der Vorwärtstänzer zu drehen, sich mit seinem linken Bein um die Seite des Partners "herum zu winden", während der Vorwärtstänzer den rechten Fuß strikt geradeaus in Tanzrichtung ansetzt. Während der Rückwärts-Achse muss das freie rechte Bein gut nach vorne zwischen die Füße des Partners gehalten werden.
- Der Drehpunkt der Achsendrehungen befindet sich immer im Ballen des Fußes, also muss beim Rückwärtsschritt früh auf dem Ballen gedreht und erst spät auf die Ferse abgerollt werden. Entsprechend wird beim Vorwärtsschritt, der zuerst mit Ferse ansetzt, etwas später gedreht, nämlich wieder auf dem Ballen. (Hier ist immer "Ballen bei flachem Fuß" gemeint, denn die Achsen sind grundsätzlich flach, haben also kein Heben.)

Tanzt diese Achsen-Drehungen beliebig oft mit einer ungraden Zahl, z.B. 3mal.
Danach: weiter mit Schritten 5 - 6 vom Rechtskreisel oder Schritt 1 jeder Rechtsdrehung (inkl. Quarter Turn = "Grundschritt").

TL 18.12.2013 - Rumba- Wechsel zwischen International- und American-Style

Der US-amerikanische Grundschritt der Rumba ist die "Left Box" oder "Left Square", also ein Schritt, der - abgesehen von der Ausführungstechnik - einer Lgs.Walzer-Linksdrehung ähnelt.
Left Box:
1) "langsam"; links vor
2) "schnell"; rechts seit
3) "schnell"; Schließen

4) "langsam"; rechts rück
5) "schnell"; links seit
6) "schnell"; Schließen
Die Dame tanzt zuerst (4) - (6), dann (1) - (2).
Selbstverständlich tanzt ihr dies mit Rumba-Technik.

Interessant ist aber, dass man zwischen dem bekannten International Style, also dem Grundschritt mit Wiegeschritt, und dem American Style auch innerhalb eines Liedes wechseln kann.
Nehmen wir an, ihr tanzt normale Rumba-Grundschritte, wie z.B. hier beschrieben.
Nun kann man an das Ende, also nach Schritt 6 (Herr rechts / Dame links seit) zwei Übergangsschritte einfügen:
Ü1:
 Herr: linker schließt zum rechten Fuß; "schnell" auf Taktschlag 2
 Dame: rechter schließt zum linken Fuß; "schnell" auf Taktschlag 2
Ü2:
 Herr: rechten Fuß am Platz aufsetzen; "schnell" auf Taktschlag 3
 Dame: linken Fuß am Platz aufsetzen; "schnell" auf Taktschlag 3
Nun weiter tanzen in Schritt 1 (Dame 4) der Left Box!

Wenn ihr die Box beliebig oft getanzt habt, tanzt ihr z.B. als Endung:
E0: Herr linker / Dame rechter Fuß seit; "langsam" auf Taktschlägen 4-1
E1 - E3:
 Herr rechter Fuß Rückwärtsgrundschritt (Wie-ge - seit); "schnell - schnell - langsam" auf Taktschlägen 2, 3, 4-1
 Dame links vorwärts in die rechtsdrehende Spot Turn unter den Armen (Damen-Solo); "schnell - schnell - langsam" auf Taktschlägen 2, 3, 4-1
Damit seid ihr bereits wieder im International Style und könnt mit dem Grundschritt fortfahren.

TL 11.12.2013 - Tango - Wiegeschrittdrehung (Rock Turn)

Der Tango-"Grundschritt", also der 1/4 gedrehte Wiegeschritt (Rock Turn) wird meist schon im Anfängerkurs gelernt, dabei fehlen aber oft einige technische Details, die hier verbessert werden sollen.
Wir betrachten die Figur in drei Teilen:
A)
(1), (2): zwei einleitende Gehschritte, Herr beginnt links vor / Dame rechts rück; "langsam - langsam"
B)
(3), (4), (5): dreiteiliger Wiegeschritt mit Herren-Rückwärts- Damen-Vorwärtstendenz; "schnell - schnell - langsam"
C)
(6), (7), (8): Abschlussschritt, "schnell - schnell - langsam",
 Herr: rechts rück - seit - Schließen
 Dame: links vor - seit - Schließen

Details
A)
 (1) wie immer bei Tango in Gegenbewegungsstellung, s. hier!
 (2) nicht wie sonst mit Seitenführung, sondern neutral vorwärts. Dies bedeutet, dass - ohne die Füße zu drehen - der Oberkörper zwischen (1) und (2) ca. 1/8 Rechtsdrehung vollzieht, nämlich aus der nach links gerichteten Gegenbewegungsstellung zur Neutral-Haltung. Dies ist die Vorbereitungs der anstehenden Wiegeschritt-Rechtsdrehung.
B)
 Currywurstprinzip (s.o.) bezüglich der Drehung: der Herr beginnt sie früh, um Ruhe Ende des Wiegeschrittes zu haben.
 Deshalb setzt er (3), also den ersten Schritt des Wiegeschritts, anfangs fast seitlich (aber mit Rückwärtstendenz) um das vorwärts zeigene rechte Damenbein herum, so dass er schnell auf die Linie "rückwärts diagonal zur Mitte" kommt.
 (5), also der letzte Schritt der Wiege-Phase soll nicht am Platz, sondern etwas vergrößert getanzt werden, um trotz des Wiegens nicht zu lange am Platz zu bleiben. Dabei ist wichtig, dass sich die vorwärts tanzende Dame nicht vom rückwärts tanzenden Herren ziehen lässt, sondern auf seine Bewegung aktiv reagiert und - im Rahmen seiner Führung - sich selbstständig bewegt.

Wir können also bemerken: Ende (A) wird (B) vorbereitet; Ende (B) wird (C) vorbereitet.

Hinweis:
In der Ecke wird meist der Wiegeschritt ohne Drehung (Rock) getanzt, dann hat (2) Seitenführung, ebenso (3), der nicht mehr mit Seit-Komponente angesetzt wird.

Details für Teil C: hier!

TL 04.12.2013 - Discofox (Hustle) "In And Out"

Als Discofox-(Hustle-)Neuling benutze diese Vorübung!
Viele Discofoxfiguren werden mit starker Rotation getanzt, so dass man Sequenzen ohne Paar-Drehung immer gut gebrauchen kann - wie das In And Out.
Übungsversion (ohne Schritte; erst Führung und Positionen üben, korrekte Schritte in nächster Übung, s.u.!)
Startet paarweise in offener Gegenüberstellung, linke Herrenhand fasst rechte Damenhand.
A) "In"
Der Herr streckt seinen freien rechten Arm zur Seite, führt die Dame mit den unten belassenen gefassten Händen mit Damen-Rechtskurve zu seiner rechten Hand, die Dame endet dort mit ihrem Rücken an dieser Hand (nach insgesamt 1/2 Rechtsdrehung) und legt ihren linken Arm auf den rechten des Herren, der am Platz geblieben ist, aber 1/4 Rechtsdrehung vollzogen hat.  So steht nun das Paar im rechten Winkel.
B) "Out"
B1) Left Throwaway
Der Herr führt die Dame, wieder mit den gefassten Händen unten, in Linksrotation zurück zu ihrem ursprünglichen Platz zur offenen Gegenüberstellung. Sie dreht also 1/2 linksherum, der Herr 1/4 nach links.
 ODER
B2) "Tor" (Arch)
Der Herr führt die Dame, diesmal unter den zum Tor erhobenen gefassten Händen, in Damen-Rechtsrotation zurück zu ihrem ursprünglichen Platz zur offenen Gegenüberstellung. Sie dreht also 1/2 rechtsherum, der Herr 1/4 nach links.
Mit Schritten:
Die Dame tanzt pro Etappe (A) bzw. (B):
1) "1"  - flacher Fuß, rechts vor
2) "2"  - flacher Fuß, links rück
3) "a"  - Ballen, rechts rück, sehr klein; nicht abrollen, also die Ferse oben lassen
4) "3"  - flacher Fuß, links am Platz oder klein vorwärts
Dabei sind die Längenverhältnisse der Schrittgröße: (1) normal groß - (2) kleiner - (3)-(4) sehr klein.
Der Herr tanzt:
A)
1) "1"  - flacher Fuß, links vor
2) "2"  - mit 1/8 Rechtsdrehung zwischen (1) und (2): flacher Fuß, rechts rück
3) "a"  - mit 1/8 Rechtsdrehung zwischen (2) und (3):Ballen, links seit; nicht voll belasten
4) "3"  - flacher Fuß, rechts am Platz
B)
1) "1"  - mit 1/8 Linksdrehung vor (1): flacher Fuß, links vorkreuzen
2) "2"  - mit 1/8 Linksdrehung zwischen (1) und (2): flacher Fuß, rechts rück
3) "a"  - Ballen, links rück, sehr klein; nicht abrollen, also die Ferse oben lassen
4) "3"  - flacher Fuß, rechts am Platz oder klein vorwärts
Die Schritte (3) und (4), also den "Ball Change" / "a3", tanzt der Herr am Ende von Teil A als Vorbereitung für die Linksdrehung am Anfang von (B) als "Side Break", als seitlichen Ball Change.
Übungsreihenfolge
Tanzt zuerst:
(A) - (B1) in ständiger Wiederholung.
Wenn dies flüssig funktioniert, kann der Herr ab und zu statt B1 B2 führen.
Ende B2 liegen die gefassten Hände andersherum. Dies sollte nicht zwangsläufig zu einer Damenlinksdrehung (Schleife) führen; versucht dennoch, auch nach B2 wieder A zu tanzen, an dessen Anfang die Handhaltung wieder korrigiert wird!

TL 27.11.2013 Wiener Walzer - Offene Gegenpromenade

Dieses Beispiel für Figuren in "offener Haltung", also keiner normal-geschlossener Standardtanz-Tanzhaltung, lässt den Hobbytänzer (nicht im Turniertanz enthalten) einen flüssigen Walzer-Bewegungsablauf tanzen, ohne dass das Paar fortlaufende halbe Drehungen durchführen muss - in diesem Sinne kann man die Sequenz gut "zum Ausruhen" verwenden.
Übung
Steht (noch) in geschlossener Tanzhaltung, Herr Front / Dame Rücken zur Mitte.
Tanzt folgende Schritte, indem der Herr den rechten Arm / die Dame den linken vom Partner löst, die anderen Hände bleiben, dann in flacher Haltung, gefasst:
1) Herr rechts / Dame links (1/4 Drehung vor 1): Ferse, vorwärts entlang Tanzrichtung
2) Ballen, diagonal vorwärts entlang Tanzrichtung, endend Front diagonal z. Wand (Dame diagonal z. Mitte)
3) Ballen, schließen
4) Herr links / Dame rechts (1/8 Drehung vor 4): Ferse, vorwärts entlang Tanzrichtung
5) Ballen, seitwärts entlang Tanzrichtung
6) Ballen schließen, endend Herr Front / Dame Rücken zur Mitte, Ballen
Wiederholt 1 - 6 beliebig oft.
Um zu enden, verändert:
...
(5) - (6): Der Herr tanzt sehr klein (endend Front diagonal zur Mitte) und holt die größer tanzende Dame (endend Rücken diagonal zur Mitte) vor sich zur geschlossenen Tanzhaltung.

Vorgänger-Figur:
Tanzt z.B. 4 - 6 der Rechtsdrehung, endend Herr Front / Dame Rücken zur Mitte, also z.B. die Original-Rechtsdrehung 1/8 unterdreht.


TL 13.11.2013 Slowfox - Dreierschritt

Der Dreierschritt (Three Step) ist der zweite Takt der Slowfox "Grundschritt"-Bewegung, also der Teil, den man nach einem Federschritt tanzen kann.
Wir betrachten den Herren-Schritt, die Übung ist aber auch für Damen interessant, da sie diese Schritte im zweiten Takt der Linken Welle (Reverse Wave) tanzen.
Übung (Vor-Version)
1) "langsam" - linker Fuß vorwärts, flach, Ferse
2) "schnell" - rechter Fuß vorwärts, flach, Ferse
3) "schnell" - linker Fuß vorwärts, flach, Ferse
Und als Andeutung des Beginns einer Folge-Figur:
4) "langsam" - rechter Fuß vorwärts, flach, Ferse

Nun müssen wir geändert so tanzen, dass Schritt 3 hoch ist (und nur dieser):
Dreierschritt (Three step)
1) "langsam" - linker Fuß vorwärts, flach, Ferse
2) "schnell" - rechter Fuß vorwärts, flach, Ferse, Heben Ende 2
3) "schnell" - linker Fuß vorwärts, hoch, Ballen, Senken Ende 3
Und als Andeutung des Beginns einer Folge-Figur:
4) "langsam" - rechter Fuß vorwärts, flach, Ferse

Sofort fällt auf, dass man - im Gegensatz zu vielen anderen Slowfox-Figuren - bei zwei Schritten hintereinander die Fersen benutzt, also flach tanzt. Damit fällt die hohe Phase dieser Figur nur auf einen Taktschlag ( = ein "Quick"), dies erfordert Beachtung dabei, wie man den Weg nach oben erzeugt, und auch, wie man wieder absenkt:
Zum Heben wird die Zeit Ende Schritt 2 benutzt, der selbst aber auch nur einen Taktschlag ( = ein "Quick") dauert, d.h. man muss recht schnell heben; dafür benutze die natürliche Abroll-Bewegung des Fußes von der Ferse auf den Ballen, aber drücke dich im Gegensatz zu einem vollkommen flachen Schritt beim Gewichtstransfer auf diesen Ballen hoch (Ende 2, auf rechtem Ballen).
Nun kann der Schritt 3 bereits oben beginnen; er bleibt eine sehr kurze Zeit oben, denn Ende 3 muss sich der linke Ballen schon wieder entspannen, um in den ersten Schritt einer nächsten Figur abzusenken.

Der Dreierschritt kann ohne Drehung oder mit 1/8 - 1/4 Linksdrehung getanzt werden.
Anwendungsbeispiele, tanze den Dreierschritt nach:
- Ferderschritt (Feather Step)
- Federende (Feather Finish)
- Flechtenende (Weaves)
- Federschritt aus P.P. (Feather Ending)
- in einer Ecke nach Figuren mit Fersenzug (Heel Pull):
 -- Rechtsdrehung (Natural Turn)
 -- Linke Welle (Reverse Wave)

In der Linken Welle (Reverse Wave) tanzt die Dame im zweiten Takt oben beschriebenen Vorwärts-Dreierschritt.

TL 06.11.2013 Jive - Drei Boogies

"Boogie" als Oberbegriff von Jive lässt sich in drei ähnliche Varianten aufteilen, die die gleichen Grundfiguren verwenden.
Alle Versionen haben gemeinsam:
a) 2 Taktschläge - Seit*-Bewegung, Herr links / Dame rechts
 +
b) 2 Taktschläge - Seit*-Bewegung, Herr rechts / Dame links
 +
c) 2 Taktschläge - Rückwärts-Wiegeschritt ("Rock"): Herr links / Dame rechts "rück - am Platz"

*Die Teile (a) und (b) können je nach Erfordernis bestimmter Figuren auch vorwärts / rückwärts bzw. drehend getanzt werden.

Die drei Boogie-Versionen unterscheiden sich im getanztem Rhythmus (Timing):
I) Single Timing
(a) ein langsamer Seit*-Schritt + (b) ein langsamer Seit*-Schritt + (c) "schnell, schnell" Rock, s.o.
II) Double Timing
(a) zwei Bewegungen: Tipp, ohne Gewicht - schneller Seit*-Schritt + (b) zwei Bewegungen: Tipp, ohne Gewicht - schneller Seit*-Schritt + (c) "schnell, schnell" Rock, s.o.
III) Triple Timing ( = Jive)
(a) drei Bewegungen: Chassé ("seit* - ran - seit*"), Rhythmus "quick a quick" + (b) drei Bewegungen: Chassé ("seit* - ran - seit*"), Rhythmus "quick a quick" + (c) "schnell, schnell" Rock, s.o.
Im Jive wird selbstverständlich eigentlich mit Teil (c) begonnen, was aber hier aus Gründen der Vergleichbarkeit vernachlässigt werden kann.
Wichtig ist die Gemeinsamkeit von I, II, III: Es gibt je (a)- bzw. (b)-Etappe immer einen "Hauptfuß", der die Bewegungsaktivität anführt [a) Herr links / Dame rechts; b) Herr rechts / Dame links].
Man kann in der Entwicklung der Varianten I - II - III eine Entwicklung dieser Hauptfuß-Aktivität sehen:
I) Grundversion, ein Schritt je (a) / (b), gut anwendbar zu sehr schneller Musik, deren Tempo auch weit über der Jive-Turniertanz-Empfehlung liegen darf. Figurenvielfalt begrenzt durch geringe Schrittzahl.
II) Einführung einer verzögerten Gewichtsübertragung durch den Tipp: auf dem ersten der zwei Taktschläge wird der Hauptfuß noch nicht belastet, dies passt besser zur in der Musik typischen Zusatz-Betonung der Taktschläge 2 und 4. Diese Boogie-Version wird gerne in Rock'n'Roll-Clubs getanzt. Ersetzt man die Tipps durch Flicks ("Kicks") erhält man den 6er-Rock'n'Roll-Grundschritt, und den 9er-Grundschritt durch Tanzen eines Flick-Ball-Changes anstelle des Rocks.
III) Auch beim ersten Schritt des Chassés soll die verzögerte Gewichtsübertragung benutzt werden: man belastet diesen Schritt nicht sofort voll, sondern tanzt ihn fast wie den Tipp aus II, aber mit mehr Druck, auf Ballen, also ohne den Fuß flach aufsetzen zu lassen. Dann wird der zweite Fuß nachgezogen und letztlich die volle Belastung erst im dritten Schritt des Chassés erreicht, was wieder o.g. musikalischer Betonung entspricht. Durch die höhere Schrittanzahl im Vergleich zu I und II lassen sich vielfältigere, flüssigere Figuren tanzen, allerdings ist das Tempo auf max. 42 - 44 Takte / Min. begrenzt (Empfehlung des World Dance Council, www.wdcdance.com ).

Viele Jive-Figuren können mit Elementen aus I, II und den in II erwähnten Rock'n'Roll-Flicks versehen werden. Insbesondere Jive-Anfänger können mit I schon zu schneller Musik den Figurenaufbau lernen, um sich dann später nach und nach an die Jive-Chassés zu gewöhnen.

TL 30.10.2013 Langsamer Walzer - Rechtsachse (im Rechtskreisel)

Wir betrachten den Schritt 4 der Rechtskreiseldrehung (also nach 1, 2, 3 der einleitenden "Grundschritt"-Rechtsdrehung). Dieser Schritt wird Rechtsachse (Natural Pivot)

genannt, und ist auch Bestandteil anderer Standard-Figuren.
Der Herr steht nach 1-3 bereits Rücken in Tanzrichtung (Dame Front in Tanzrichtung) und will links rückwärts (Dame rechts vorwärts) tanzen. Dabei erfolgt dieser Schritt nicht

wie ein normaler Standard-Gehschritt:
HERR
- Kleinerer Schritt mit 1/2 Rechtsdrehung um den Ballen, bevor auf die Ferse abgerollt wird. Dabei wird das freie Bein vorn gehalten.
- Setze diesen Schritt anfangs bzgl. seiner Spur rückwärts, leicht nach links versetzt mit eingedrehter Fußspitze.
- Führe anfangs die Dame gerade, obwohl du selbst schon dein linkes Bein zu drehen beginnst. Du hast also in deiner wenig progressiven Rückwärtsbewegung das Gefühl, dich um

die Dame herum zu winden.
DAME
- rechts, gerade vorwärts mit Ferse ansetzen
- in dem Moment, wo der Fuß abrollt, auf dessen Ballen 1/2 Rechtsdrehung durchführen (kein Heben)
- achte darauf, bis zum Ende der Drehung das Gewicht recht weit vorne über dem Fuß zu halten
Die Drehung des Herren beginnt einen Sekundenbruchteil vor der der Dame, die von der Rotation des Herren um dessen freies rechtes Bein geführt wird.
Dieser beschriebene Schritt 4 der Rechtskreiseldrehung hat also die höchste Rotation dieser Figur, man tanzt 1/2 Rechtsdrehung auf einem Schritt, daher der Name

"Achsendrehung", da das entsprechende Bein (Herr links / Dame rechts) eine deutliche Drehachse darstellt.
Die Schritte 5 - 6 des Kreisels heißen "Spin" und werden gesondert erörtert.

TL 23.10.2013 Cha Cha Cha - Spot Turns

Vor-Übung:
Tanze den Grundschritt-Wiegeschritt links vorwärts, die Fußpositionen sollte den Regeln der Rumba-Vorwärtsschritte entsprechen (hier).
Tanze mit Vierteldrehung nach links Ende des Wiegens ein Cha-Cha-Cha-Chassé seitwärts auf derselben Linie wie der Wiegeschritt getanzt worden ist.
Ende des Chassés drehe eine Vierteldrehung nach links und tanze den nächsten Wiege entsprechend mit rechts, dann nach rechts.
Somit tanzen wir die vermutlich bereits bekannte Figur "Promenaden" / "New Yorker" / "Open Check from CPP and PP" (alle diese Namen bezeichnen dieselbe Figur).
Diese Open-Check-Figur ist sehr ähnlich der Spot Turn.
Spot Turn
Tanze z.B. ein rechtes Seit-Chassé, drehe an dessen Ende 1/4 rechts und tanze den ersten Schritt des Open Checks, aber diesmal nicht als Wiegeschritt, sondern:
1) Taktschlag "2" linker Fuß vorwärts, ganz am Ende des Schrittes (1), kurz vor Taktschlag "3" drehe auf dem linken Fuß 1/2 Rechtsdrehung und halte dabei den freien rechten Fuß an seiner ursprünglichen Position (dies ist der "Spot", also der Hauptdrehpunkt der Figur).
2) Taktschlag "3" rechter Fuß vorwärts, am Platz belasten (an o.g. Spot)
3 - 5) Taktschläge "4 und 1" linkes Seit-Chassé nach 1/4 Rechtsdrehung Ende Schritt (2)
Dann kannst die die ganze Figur entsprechend linksherum tanzen mit rechtem Fuß bei (1).
Somit ist wichtig, alles genau auf einer Linie zu tanzen: Vorgänger-Chassé - Schritte (1) - (2) - letztes Chassé.
Wenn du bei (1) genau auf dem Taktschlag ("2") stehen bleibst, muss immernoch die normale Cha-Cha-/Rumba-Vorwärtsschritt-Position zu sehen sein, der erste Schritt darf also nicht zuviel gedreht werden! Entsprechend stehst du bei Schritt 2 (auf Taktschlag "3") wieder in Vorwärtsposition - genau um 180° gegenüber dem vorherigen Schritt am Platz umgewendet.
Häufige Anwendungen
(A) Spot Turn als Damen-Solo unter den Armen (Achtung: für viele Reihenfolgen ist die Alemana-Drehung passender)
(B) Spot Turn für beide Partner gleichzeitig, gegenüber nach Open Check / Hand To Hand u.ä.
(C) Spot Turns wie oben, aber mehrmals hintereinander auf wechselnden Seiten
Beispiele B und C lassen dem Herren die Flexiblität, in geschlossener Gegenüberstellung (in Tanzhaltung) oder in offener Gegenüberstellung (eine Armlänge entfernt) zu enden.

TL 16.10.2013 Quickstep - Doppelchassé

(Siehe diesen Eintrag zum Quickstep-Grundschritt)
Wir behandeln die Führung des Progressive Chassés, das der "Grundschritt, Teil B" ist, also
HERR
1) "langsam" - rechter Fuß rückwärts
2) "schnell" - linker Fuß seitwärts
3) "schnell" - rechter Fuß schließt zum linken
4) "langsam" - rechter Fuß seitwärts, leicht vorwärts
DAME gegengleich, beginnend linker Fuß vorwärts ...
Das eigentliche Chassé bilden also die Schritte 2, 3, 4, die wie bei jedem Standardtanz-Chassé (außer im Tango) hoch, auf Ballen getanzt werden.
Nehmen wir an, dass die Figur (wie im Normalfall) entlang der Tanzrichtung getanzt wird, dann werden die Schritte 2 - 4 mit dem Körper parallel zur Wand ausgeführt, erst nach (4) (nämlich beim kommenden außenseitlichen Schritt) verändert sich wieder die Bewegungsrichtung durch den Raum - dann diagonal zur Wand.
Zur Übung der Führung kann man nun die Schritte (2) - (3), also das "Seit-Schluss", vervielfältigen. Dies spürt die Dame daran, dass der Herr konsequent die Bewegungslinie aufrecht erhält, wodurch die Füße wieder zum Schließen kommen.
Tanzt also eine Doppelchassé (Continuous Chassé) (1)-(2)-(3)-(2)-(3)-(4) und prüft, ob die Dame dies, im Gegensatz zum einfachen, identifizieren kann.

TL 09.10.2013 Rumba - Fußgeschwindigkeit

Verwende für diesen Artikel auch diesen Eintrag bezüglich der Fuß-Technik;
und diesen Eintrag bezüglich der Hüftbewegung.

Grundschritt-Übung
beginne mit Füßen in Seitposition, Gewicht auf rechtem Fuß
1) auf Taktschlag "2": linker Fuß vorwärts
2) auf Taktschlag "3": rechten Fuß zurück am Platz belasten
3) auf Taktschlägen "4 - 1": linker Fuß seitwärts

4) auf Taktschlag "2": rechter Fuß rückwärts
5) auf Taktschlag "3": linken Fuß vorwärts am Platz belasten
6) auf Taktschlägen "4 - 1": rechter Fuß seitwärts
(Dame erst Schritte 4 - 6, dann 1 - 3)

Nun zum Thema: Wir wollen die Fußgeschwindigkeiten beachten, die Bewegung, mit der der freie, sich zur nächsten Position bewegende Fuß über den Boden gleitet:
Man darf trotz der langsamen Musik Rumba nicht träumerisch-"vertrödelt" tanzen, sondern sollte sich durchaus akzentuiert zügig bewegen - die Bewegungszeit zwischen den Punkten der Belastung mit Gewicht wird so kurz wie möglich gehalten, indem man die Vorgängerposition lange hält, dann den Schritt "im letzten Moment" mit einer zügigen Bewegung setzt, darauf achtend, dass der jeweilige Taktschlag genau getroffen wird.
Die höchste Geschwindigkeit muss hier erzeugt werden: Ende der Pause auf Taktschlag 1 - hinein in den Wiegeschritt auf Taktschlag 2.
Für den "langsamen" Schritt (3) bzw. (6) ist zu beachten, dass er nicht in langsamer Bewegung ausgeführt wird, sondern mit vollem Gewicht auf seiner ersten Hälfte (Taktschlag 4) und Pause auf Taktschlag 1 (nur die Hüfte bewegt sich weiter).


TL 25.09.2013 Tango - Progressive Side Step

! Für das Verständnis der Gegenbewegungsstellung in Tango-Figuren: Lies bitte hier weiter ... !

Der Progressive Side Step ist neben dem Progressive Link die Tango-Figur, mit der du testen kannst, ob du Tango-Technik verstanden hast. Nicht umsonst ist der deutsche Figurenname "Tangoschritt", und dies deshalb, weil diese Figur der Ur-Grundschritt (vor Wiegeschritt / Wiegeschrittdrehung) dieses Tanzes ist.

HERR
1) "schnell" - linker Fuß vorwärts in Gegenbewegungsstellung (s.o.)
2) "schnell" - rechter Fuß seit
3) "langsam" - linker Fuß vorwärts in Gegenbewegungsstellung
[4] "langsam" - rechter Fuß vorwärts mit Seitenführung*
DAME
1) "schnell" - rechter Fuß rückwärts in Gegenbewegungsstellung (s.o.)
2) "schnell" - linker Fuß seit
3) "langsam" - rechter Fuß rückwärts in Gegenbewegungsstellung
[4] "langsam" - linker Fuß rückwärts mit Seitenführung*

*zu [4] Wir können diesen Schritt als "Zusatzschritt" bezeichnen, da die eigentliche Figurenaktivität bereits mit (3) beendet ist, und [4] getanzt wird, um wieder Herr links / Dame rechts frei zu bekommen. [4] ist ohne Seitenführung, wenn er die Rock Turn (Wiegeschrittdrehung) einleitet, da diese anfangs rechtsherum dreht.

Wichtige Aspekte zur Figur:
Zu vermeiden ist ein Gefühl "lauf - lauf - lauf", stattdessen muss die Lateralbewegung des Seitschrittes (2) deutlich rechtwinkelig im Verhältnis zu (1) erfolgen. Deshalb ist es wichtig, dass sich der Herr Ende (1) vom linken Standbein zur Seite nach rechts abdrückt, der linke Fuß also über seine Innenkannte nach rechts kippt. Dies ist auch der Hauptbestandteil der Führung, da diese Bewegung für die Dame spürbar ist, die analog zum Herrenschritt Ende (1) über die Innenkannte ihres rechten Fußes nach links rollt.
Schritt (3) wird aus der Ende (2) offenen seitlichen Fußposition auf die Linie des Fußes von (2) geholt.

Beispielreihenfolgen:
A.1)
2 langsame Tango-Gehschritte, dann (1) bis (4)
A.2)
2 langsame Gehschritte, dann (1) bis (4) und wieder (1) bis (4)
B)
Reihenfolge A.1 oder A.2, aber [4] ohne Seitenführung als Einleitung der Rock Turn.
Die A-Reihenfolgen werden mit leichter Linkskurve durch den Raum getanzt.
In den o.g. Reihenfolgen können die langsamen Einleitungsschritte weggelassen werden, dann muss der Herr führen, dass die Sequenz sofort schnell beginnt.

TL 18.09.2013 Discofox - Hustle Windmill

"Discofox im Hustle-Rhythmus" bedeutet, Discofox ohne den (nur für Anfänger sinvollen) "Tipp" zu tanzen, sondern den Rhythmus des amerikanischen Discofox', dem Hustle, zu verwenden.
Vor-Übung:
HERR (Dame das Gleiche mit anderem Fuß)
1) "1" - linker Fuß vorwärts
2) "2" - rechter Fuß rückwärts
3) "a" - linker Fuß klein rück, auf Ballen (nicht abrollen!)
4) "3" - rechter Fuß am Platz belasten, oder klein vorwärts
Schritt (3) und (4) zusammen werden auch "Ball Change" genannt.

Windmill (Windmühle)
Stellt euch paarweise voreinander (Abstand ca. eine Armlänge, insgesamt) und gebt euch beide Hände in flacher Position: die Dame hält ihre Unterarme horizontal zum Boden mit nach unten zeigenden Handflächen in Richtung des Herren, der Herr umfasst locker von außen mit seiner linken Hand die rechte der Dame, andere Seite entsprechend. Die Daumen des Herren sind also oben.
Tanzt nun o.g. Schritte (1) bis (4) langsam und rechtsdrehend.
Bei (1) setzt der Herr seinen linken Fuß außen neben den rechten der Dame, die Dame geht zwischen seine Füße zeigend vorwärts.
Je mehr man drehen will, desto stärker wird bei (2) der rechte Fuß des Herren hinter den linken herum gesetzt, vergesst aber dabei nicht, dass auch das Ball Change klein rückwärts beginnt!

Da beide Partner bei (1) gleichzeitig vorwärts gehen, muss der Herr gegenläufig zu seiner Körperbewegung die Hände zurückziehen, um die Dame Anfang (1) zu führen. Bei der dichtesten Situation der Tanzhaltung sind die gefassten Hände am weitesten außen, diese Ausdehnung sollte aber hauptsächlich die Unterarme und nicht die ganze Armlänge betreffen. Durch die Rotation reicht ein Lockern der Haltung Ende (1), um dazu zu führen, dass sich das Paar über die Schritte (2), (3) wieder entfernt.

Damit euch nach vielen Wiederholungen der Windmill nicht schwindelig wird, sollte man die Reihenfolge auflockern mit:
a) ein paar "Schleifen" (Platzwechsel mit Damen-Linksdrehung)
 und später (um auch den Herrn zu "entschwindeln")
b) ein paar "Toren" (Platzwechsel mit Damen-Rechtsdrehung)

TL 11.09.2013 Wiener Walzer - Linksdrehung

Wenn die Linksdrehung des Wiener Walzers entsprechend der Rechtsdrehung getanzt werden würde, hätten wir (Vor-Übung):
Startposition: Front diagonal zur Wand (Herr)
1) linker Fuß vor - entlang Tanzrichtung - 1/8 LD vor (1)
2) rechter Fuß seit - Front zur Mitte - 1/4 LD zwischen (1) und (2)
3) linker Fuß schließt - Rücken diagonal zur Wand - 1/8 LD zwischen (2) und (3)
4) rechter Fuß rück - entlang Tanzrichtung - 1/8 LD zwischen (3) und (4)
5) linker Fuß seit, kleiner Schritt - zeigend diagonal zur Wand, Körper dreht weniger - 3/8 LD zwischen (4) und (5)
6) rechter Fuß schließt - Front diagonal zur Wand - Körper vollendet die Drehung
Während (1) bis (6) bewegt man sich ausschließlich auf einer Linie entlang Tanzrichtung.
Damen beginnen mit (4) bis (6) und tanzen dann (1) bis (3).

Nun behalten wir dieses Schrittmuster und tanzen die Linksdrehung in ihrem Original:
...
3) linker Fuß kreuzt vor den rechten - Rücken diagonal zur Wand - 1/8 LD zwischen (2) und (3)
...
Bei kreuzenden Bewegungen ist es immer wichtig, den Zusammenhang des Kreuzens mit dem Vorgänger-Schritt zu betrachten. Schritt (2) [großer Schritt] durchläuft mehrere Phasen:
- Nach (1) beginnt (2) als Seitwärtsschritt nach Vorwärtsschritt selbst noch vorwärts zeigend*
- Mitten in Taktschlag 2 wird der rechte Fuß zur Seitwärts-Position gedreht.
- Ende von Taktschlag 2 tendiert der rechte Fuß bereits zur Rückwärts-Ausrichtung, so dass das Kreuzen von (3) eine Bewegung zum rechten Fuß hin ist, ein Zusammenziehen der Beine. Man kann Kreuzen immer als eine variierte Art des Schließens verstehen. Der kreuzende Fuß bewegt sich hier bereits in Rückwärts-Ausrichtung. Es darf also nicht mit zu starker Seitwärts-Komponente am Standbein vorbei gekreuzt werden, dann würde sich auch die Tanzhaltung zwischen den Partnern ungünstig verschieben.
Beachte selbstverständlich das Heben "unten - hoch - hoch" bei (1) - (3), so dass beim Kreuzen beide Füße auf Ballen sind.

*Ausnahme: Drehungen im Tango

TL 04.09.2013 - Samba Rhytmusvariation Right Box

Bei den Samba-Grundfiguren tanzt man überwiegend den Rhythmus "1 a2 " bzw. "1 a2 a3 a4 ", also in diesen Fällen unter Verwendung der 1/16-Note und somit auch mit federnder Bewegung, dem Bounce.
Nun wollen wir den Rhythmus variieren!
Übung:
Tanze ein "Walzer-Quadrat" (selbstverständlich ohne Walzer-Technik, sondern Latein-Schritte mit Fußspitze am Boden; lockere Knie)
1) "lang" - rechter Fuß vor
2) "schnell" - linker Fuß seit
3) "schnell" - rechter Fuß schließt
4) "lang" - linker Fuß rück
5) "schnell" - rechter Fuß seit
6) "schnell" - linker Fuß schließt
Hier bezeichnet man nun mit "lang - schnell - schnell" einen Rhytmus "1  2 und", also Notenwerte 1/4, 1/8, 1/8. Im Verhältnis zum Grundschrittrhythmus müssen die Schritte (1) und (4) eine längere Zeit gehalten werden, Figuren mit Rhythmen ohne 1/16-Noten haben keinen Bounce.

Übungsreihenfolge:
4 Takte Grundschritte mit Bounce: 4x "1 a2 "
4 Takte Right Box ohne Bounce: 4x "lang - schnell - schnell" (Dame (4) (5) (6) - (1) (2) (3) )

Die Right Box kann rechtsherum gedreht werden und lässt sich von Weit-Fortgeschrittenen als Natural Roll oder Nat. Bow tanzen.

TL 28.08.2013 Slowfox - Fersendrehung in der Linksdrehung

In einer Fersendrehung (hier linksgedreht) zähle:
1) "langsam" - rechter Fuß rück
2) "schnell" - linker Fuß zieht mit der Ferse auf direktem Weg zum rechten Fuß. Am Ende der Bewegung steht man mit geschlossenen Füßen auf den Fersen.
Tipp: Nicht nur an das Schließen der Füße denken! - Vielmehr stelle dir vor, den gesamten Bereich der Beine zu schließen, also auch Oberschenkel und Knie!
Nach der Fersendrehung erfolgt - je nach Figur - ein zusätzlicher Schritt:
3) "schnell" - Heben aus der Vorgänger-Position, rechter Fuß hoch auf Ballen vorwärts
Zwischen (1) und (2) wird 1/8 bis 3/8 linksgedreht, zwischen (2) und (3) kann noch 1/8 linksgedreht werden.
In der Slowfox Reverse Turn (Linksdrehung) werden obige (1) bis (3) von der Dame getanzt.

So muss der Herr passend dazu tanzen:
1) "langsam" - linker Fuß vor
2) "schnell" - rechter Fuß seitwärts, die Dame umrundend, hoch
3) "schnell" - linker Fuß rück, hoch, angepasst an die Bewegung der Dame relativ klein
Der Herr muss aufpassen, die Dame zwischen (1) und (2) nicht von ihrem Drehpunkt der Fersendrehung wegzuziehen, stattdessen muss er sie Ende (1) "stehen lassen", sie mit einem großen Seit-Schritt bei (2) umrunden (dabei zeigen die geschlossenen Damenfüße in die Mitte der in Seitposition befindlichen Füße des Herren; die Verbindungslinie zwischen den beiden Fußspitzen des Herren muss die Raumrichtung "schräg zur Mitte" haben, nicht entlang "Tanzrichtung") und sie dann bei (3) in hoher Position aus der Fersendrehung abholen.

Info:
Bestandteil der der Slowfox-Figur "Reverse Turn" ist nach (3) das an anderer Stelle zu besprechende Feather Finish (Feder-Ende).
Andererseits ist (1) - (3) der Reverse Turn auch (1) - (3) der Reverse Wave (Linke Welle), allerdings in anderer Raumrichtung.

TL 21.08.2013 Jive - Break-Ball-Change

Die Tanzpartner können ab und zu den "Rück - am Platz", also den Rückwärts-Wiegeschritt (engl. "Rock") variieren: Statt des normalen "1 , 2"-Rhythmus zählt man:
Schritt : Taktschlag : Notenwert : Beschreibung
1 ) Break : "1" : 3/16 : Stoppen auf dem letzten Schritt der Vorgänger-Figur
2) Ball : "a" : 1/16 : kleiner Rückwärtsschritt auf Ballen, nicht abrollen!
3) Change : "2" : 1/4 : vorne am Platz, oder kleiner Vorwärtsschritt

Dies lässt sich bei Grundschritten in geschlossener Tanzhaltung recht gut führen, etwas schwerer ist dies in offener Gegenüberstellung. Hier ist es zulässig, wenn auch nur einer der Partner die Variation tanzt und der andere den normalen Rock, denn die zeitliche Länge beider Bewegungen ist in Summe dieselbe.

TL 14.08.2013 Führung (1) - Lgs.Walzer

Stelle dir "Führung" als Informations-, nicht als Kraft-Übertragung vor.
Der Herr* übermittelt (im Idealfall für jeden einzelnen Schritt, für untere Niveaus aber oft auch nur pro Figur) der Dame* alle veränderbaren Schritt-Informationen also:
- genauer Zeitpunkt und Geschwindigkeit
- Richtung, Größe und Drehung
- Senken / Heben
- Tanzhaltungsveränderungen (Gegenbewegungsstellung / Seitenführung; Promenadenposition; Neigung)
Die Dame muss ununterbrochen versuchen, aus der Körperhaltung und -bewegung des Herren o.g. Kriterien herauszulesen.
Durch eine stabile Haltung des Paares im Bereich Oberkörper-Arme gehen die Bewegungsinformationen des Herren auf die Dame über.
Bei Herren-Rückwärtsschritten darf er sie nicht ziehen müssen, sondern die Dame muss aktiv reagieren und Vorwärtsbewegungen aus eigenem Antrieb durchführen, im Rahmen seiner Führung.

Übung
Tanzt die Grundschritt-Linksdrehung (in häufiger Aneinanderreihung) - es geht natürlich auch mit der Rechtsdrehung, die aber meist schon oft geübt wurde, deshalb hier die Linksdrehung; nun stoppt der Herr bei einem beliebigen Takt auf "3". Die Dame muss also das Anhalten spüren, ebenso den Neu-Start. Dies geschieht immer ausgehend von der Standbein-Bewegung des Herren.

*Verwendung "Herr" und "Dame" bei gleichgeschlechtlichen Tanzpaaren: gerne hier weiterlesen!